MS Urban Senses - Ein weltweites Netzwerk um leistbaren, lebenswerten städtischen Raum zu schaffen



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Urban SensesLand: Serbia Fördersumme: € 20.000,00Beginn: 30.04.2016Ende: 30.09.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Urban Senses verfolgt das Ziel, ein globales Netzwerk zu schaffen, das aus lokalen Expertengruppen besteht, um partizipativ auf die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen, kulturellen und politischen Situationen der einzelnen Städte reagieren zu können. Jede neue Gruppe schließt sich an das bestehende Netzwerk an. Es ist nicht nur ein kostengünstiges Werkzeug zur Erfassung der Bedürfnisse eines Ortes, sondern bietet aufgrund der Beteiligung der BürgerInnen eine hohe Akzeptanz unter der Bevölkerung (bottom up). Dadurch wird für den städtischen Raum und seine NutzerInnen ein Potential für künftige Entwicklungen entfaltet und Nachhaltigkeit gewährleistet. Im Zuge der Machbarkeitsstudie wird das Prinzip Urban Senses als Prozess in Belgrad, Serbien angewandt.


Erwartete Ergebnisse


Das „Urban Senses Tool“ wird durch das Netzwerk ständig weiterentwickelt, es liefert user-generierte Daten aus den Communities - qualitative, menschenorientierte Daten, die nicht von elektronischen Sensoren erfasst werden können, aber wesentlich für die Entwicklung einer Nachbarschaft sind. Ihre Organisationsstruktur ist offen, transparent und bietet partizipative Beteiligungsmöglichkeiten. In den nächsten Jahren wird die Hauptaufgabe in der Vergrößerung des Netzwerkes sowie der Optimierung des Zusammenwirkens liegen. Das Modell Urban Senses soll langfristig 90 Gruppen weltweit, mehr als 270 geschaffene Arbeitsplätze, und 200.000 Personen zur Städteentwicklung erreichen. Ende 2016 bestehen bereits sechs ExpertInnengruppen ((Mexico City, San Luis Potosi, Graz, Ljubljana, Belgrad, Minsk).


Zielgruppe


Die Gestaltung von städtischem Raum ist generell einer der größten Aufgabenbereiche der kommenden Jahrzehnte. 2050 wird voraussichtlich 75% der Weltbevölkerung in Städten leben. Die sich schnell verändernden Rahmenbedingungen der Städte führen zu einer erheblichen Transformation der Stadtentwicklungsprozesse. Urban Senses ist ein städtebauliches Werkzeug, das entweder einer direkten Umsetzung im städtischen Raum dient oder als Vorstudie einer solchen angewendet werden kann.


Maßnahmen


Die ExpertInnengruppen bieten vor Ort in nur wenigen Tagen innovative, nachhaltige Raumkonzepte für Gemeinden, Städte, Bauträger und sonstige Entwickler an. Es wird die lokale Nachbarschaft eingeladen, ihre Ideen und Visionen für eine Verbesserung der städtebaulichen Situation einzubringen. Durch den spielerischen Aufbau der Workshops werden mögliche Hemmungen in der Partizipation entgegengewirkt. Gemeinsam entsteht daraus eine neue Lösung. Zur Umsetzung der Machbarkeitsstudie, in der der Prozess in Belgrad durchgeführt wird, werden folgende Maßnahmen gesetzt:

1. Kontaktanbahnung, mit Hilfe von regionalen universitären Einrichtungen

2. Workshop zu Städteplanung

3. Übergabe an die Nachbarschaft / Kommune/ Vereine / Gemeinde des Prozesses

4. Gründung von lokalen Expertengruppen

5. Vernetzung der einzelnen sechs Gruppen untereinander, Wissens- sowie Ressourcenaustausch

6. Stetige Weiterentwicklung des Urban Senses Werkzeuges

7. Schaffung von mehreren hunderten Arbeitsplätzen (langfristiges Ziel)


Hintergrundinformation


Das Projekt wurde im Zuge der Social Entrepreneurship Challenge 2015 eingereicht.

Projektnummer2522-20/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied20000
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.