Nachhaltige Resozialisierung in Georgien



Projektträger: HWI - HILFSWERK INTERNATIONAL (ehemals: Hilfswerk Austria)Land: Georgia Fördersumme: € 39.600,00Beginn: 09.12.2013Ende: 08.06.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt trägt zu verbesserten Lebensbedingungen von ehemals Inhaftierten und Menschen auf Bewährung mit einem Fokus auf deren Recht auf Ausbildung, Arbeit, Selbstbewusstsein und (Re-)Integration in die Gesellschaft bei. Es werden nachhaltige Reintegrationsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft geschaffen, indem neue, integrative Resozialisierungs-Dienstleistungen eingeführt und Ausbildungsmöglichkeiten, psycho-soziale Dienstleistungen, Mentoring und Unterstützung bei der Arbeitssuche miteinander kombiniert werden.

Im Zuge der sukzessiven Reduktion von Häftlingen in Georgien seit 2013 (Massenamnestie) zur Verbesserung der diesbezüglichen Situation (sehr hohe Inhaftierungsrate, überfüllte Haftanstalten, unzureichende medizinische Versorgung etc.) reduzierte sich die Zahl der Inhaftierten um mehr als die Hälfte. Damit verbundene Probleme:

- Mangel an Rehabilitationsprogrammen und psycho-sozialen Diensten, speziell für Männer;

- hohe Arbeitslosigkeit in der Region;

- Mangel an sozialem Kapital und Netzwerken;

- unzureichende und marode Lebensbedingungen.

Zielgruppen:

160 ehemals Inhaftierte und Menschen auf Bewährung (Hauptzielgruppe); 40 Ortsansässige der Zielregion (MentorInnen/Freiwillige).

Resultate:

1 Praktische und berufliche Fähigkeiten von 160 ehemals Inhaftierten und Menschen auf Bewährung wurden verbessert.

2 Die psycho-soziale Situation der TeilnehmerInnen ist stabilisiert.

3 Ein Soziales Unternehmen ist nachhaltig in Betrieb und bietet fünf (Übergangs- / semi-permanente) Arbeitsplätze an.

4 Ehemals Inhaftierte und Menschen auf Bewährung wurden erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert – sind entweder angestellt oder haben mit Hilfe von Förderungen ein kleines Business gestartet.

5 Bewusstsein und Verständnis für die Probleme der Zielgruppen in der Gesellschaft ist vorhanden und gestärkt.

6 Die Resultate des Pilotprojekts werden in anderen interessierten Communities und Regionen verbreitet.

Projektnummer2325-16/2013
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.