Nosso Jogo – Initiative für globales Fair Play



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Nosso JogoLand: Austria Fördersumme: € 150.000,00Beginn: 01.01.2016Ende: 31.12.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


2016 finden in Brasilien/Rio de Janeiro die Olympischen (5.-21. Aug.) und Paralympischen Spiele (7.-18. Sep.) statt. Das öffentliche und mediale Interesse an diesem globalen Sport-Event wird die Initiative Nosso Jogo für eine innovative entwicklungspolitische Bildungs-, Kultur- und Informationsarbeit nutzen. Nosso Jogo 2016 („unser Spiel“) nimmt Bezug auf die positiven Werte von Sport (wie Fairness, Inklusion, Diversität, Gleichberechtigung und Internationalität), will aber das globale Mega-Sportevent im Hinblick auf Entwicklung und Wahrung von Menschenrechten auch kritisch beleuchten sowie neue, differenzierte Sichtweisen auf Brasilien in einem globalen Kontext eröffnen. Interesse, Neugier und Offenheit für entwicklungspolitische Themen sollen geweckt, Wissen vermittelt und strategische/ (inter)nationale Partnerschaften weiter aufgebaut werden. Lobbying für bindende Menschenrechtsstandards bei Sportgroßevents wird ein zentrales Anliegen sein.


Erwartete Ergebnisse


Durchführung von Veranstaltungen und Events: 15 Veranstaltungen mit Expert_innen/ Besuchen aus Brasilien (Speakers Tour und Jugendliche aus Brasilien): Diskussionsrunden, Treffen mit politischen Entscheidungsträger_innen, Medienkontakte; 9 Vorträge, Runde Tische und Diskussionen – kommunikative Unterstützung durch Website, Drucksorten, Branding und Medienarbeit; Business Breakfast des BIM: 20 Unternehmen; 2 Stand-Up-Paddling-Events;

9 Aktionstage mit Sportvereinen und -verbänden in verschiedenen Bundesländer; Kooperation bei Rahmenprogramme, inhaltliche und künstlerische Inputs;

1 Petition mit 10.000 Unterschriften; 1 Mitmachaktion (Website-Widget) mit 3.000 Teilnehmenden;

1 pädagogisches Handbuch (A4, 20 Seiten) Handreichung zur Befassung mit den Olympischen Spielen (im Rahmen der Mitmachaktion); pdf-Format; 500 Downloads

156 FairPlay-Workshops für Jugendliche mit 300 Teilnehmer_innen; 15 Teilnehmer_innen am Workshopleiter_innen-Training; 10 Mobile-Reporting-Workshopteilnehmer_innen;

Medienarbeit: 2 Pressekonferenzen, 5 Presseausendungen; 3 Hintergrundgespräche; 50.000 Aufrufe (page views) auf der spezifischen Nosso Jogo Website; 3600 zusätzliche likes auf der Nosso Jogo facebook-Seite, 800 twitter follower; 30 redaktionelle Beiträge in Printmedien und elektronischen Medien, 1 Schwerpunktheft Frauensolidarität, 1 Beitrag in Revista ReVeLa, 1 Programmheft;

Lobbying: Einbringen des Themas in 1 Meeting auf UN-Ebene; bei 1 Meeting des IOC oder FIFA in Lausanne/ Zürich; 3 Lobby-Meetings in Österreich: ÖFB, ÖOC, BSO, Sportministerium, BMeiA, Frauen; 3 Meetings mit österreichischen MPs (Sport- und epol Sprecher_innen);

1 gemeinsame Erklärung zu Sport und Menschenrechte; 1 (publizierte) wissenschaftliche Studie zur Beteiligung öst. Unternehmen in Brasilien (40 Seiten);

5 Vermittlungen von „Nosso Jogo“-Künstler_innen


Zielgruppe


Zu den primären Zielgruppen gehören Sportverbände und -vereine, pädagogische Multiplikator_innen (Trainer) und Jugendorganisationen, Medien, policy maker, Wirtschaftstreibende und Gewerkschaften sowie migrantische Organisationen. Wichtige sekundäre Zielgruppen sind Jugendliche, sportinteressierte junge Erwachsene und Teilnehmer_innen von Rio 2016.


Maßnahmen


Für die sechs Säulen des Projektes, nämlich (1) Koordination & zentrale Events, (2) Öffentlichkeitsarbeit, (3) Sport & Entwicklung (Aktionstage mit Sportvereinen in allen Bundesländern), Stand-Up-Paddling-Austauschprojekt mit jugendlichen AthletInnen aus Brasilien, (4) Bildung & Jugend (Workshiop-Programm für außerschulische Jugendarbeit, Mobile Reporting-WS für Jugendliche), (5) Anwaltschaft (Lobbying für Menschenrechtsstandards bei Sport-Großevents/ Petition, gemeinsame Erklärung mit den österr. Sportverbänden, Speakers' Tour, Aktionen für Kinder und Jugendliche) und (6) Wissen & Dialog (Studie,Thementage) werden österreichweit umfangreiche Aktivitäten miteinander verknüpft und unter einem Dach (Branding, Logo) kommuniziert. Umfangreiche Presse- und Medienarbeit (Print, Web/Social Media, Radio, TV) begleiten das Aktionsprogramm. Eine breite Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit österreichweit wird erreicht.


Hintergrundinformation


Das Vernetzungsprojekt ist eine gemeinsame Initiative von fünf entwicklungspolitischen NRO - FairPlay am VIDC (Lead Koordination), Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Frauensolidarität, Lateinamerika Institut und Südwind. Es werden rund 150 weitere NRO und Vereine aktiv einbezogen.

Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvoumen von Euro 200.000 mit Euro 150.000 (75,00 %) gefördert.

Projektnummer2398-00/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied150000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.