ÖFSE – Bibliothek, Information und Dokumentation 2020-2021



Projektträger: ÖFSE - Österreichische Forschungsstiftung für Internationale EntwicklungLand: Austria Fördersumme: € 1.257.400,00Beginn: 01.01.2020Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Seit über 50 Jahren bietet die ÖFSE Information, Dokumentation und Beratung zu entwicklungspolitisch relevanten Themen. Ein Kernbereich der Gesamttätigkeit ist die wissenschaftliche Fachbibliothek, ergänzt um die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, die Dokumentation und das Veranstaltungszentrum. Die ÖFSE ist einem integrativen Ansatz einer Global Citizenship Education verpflichtet und knüpft in ihren Aktivitäten an aktuelle Schwerpunkte der nationalen und internationalen Debatte um das SDG 4.7. und der Umsetzung der Agenda für Nachhaltige Entwicklung an.

Ziele für die Jahre 2020-21 sind die Weiterentwicklung des C3 – Centrum für Internationale Entwicklung als Begegnungsort im Sinne des Konzepts Living Library, das Schaffen vielfältiger Angebote und partizipativer Formate zur kritischen Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen Themen, sowie das Ansprechen neuer Zielgruppen.


Erwartete Ergebnisse


Bibliothek: Rund 7.000 BibliotheksbesucherInnen an 200 Bibliotheks-Öffnungstagen jährlich, pro Jahr 4 Literaturempfehlungen 'Thema im Blick', pro Jahr 40.000 Suchen in der Suchmaschine C3Search+,

500 TeilnehmerInnen an 25 Bibliotheksschulungen, 10 größere Veranstaltungen mit rund 800 TeilnehmerInnen.

Systematische Verankerung von digitalen Formaten im C3 – Centrum für Internationale Entwicklung, zukünftige standardmäßige Etablierung im Veranstaltungsprogramm: mind. 1 große Online-Veranstaltung pro Jahr erreicht verstärkt TeilnehmerInnen außerhalb Wiens.

C3-Award / Vorwissenschaftliches Arbeiten im C3: Ausschreibung und Award-Verleihung ein Mal pro Jahr. Am C3-Award nehmen jährlich 70 verschiedene Schulen (500 Lehrkräfte) aus ganz Österreich teil (ca. 100 Einreichungen).

Erweiterung der digitalen Inhalte der Bibliothek für die Zielgruppe SchülerInnen (50 E-Books zu SDG-Themen), Umsetzung einer Online-Plattform zum ‚Vorwissenschaftlichen Arbeiten zu nachhaltiger globaler Entwicklung‘.

Information und Dokumentation: jährlich 30.000 Internetzugriffe sowie 10.000 Abfragen der Länderinformationen;


Öffentlichkeitsarbeit: pro Jahr: Ausstrahlung von 12 Radiosendungen, 5.000 Online-Radioaufrufe, Dokumentation von 45 Presse- und Medienberichten, 10 Medieninterviews. 130 JournalistInnen erhalten regelmäßig Informationen zu den Projektaktivitäten.

Aktionsorientierte Ausweitung und stärkere Nutzung des Potenzials von Social Media Kanälen, inkl. Integration von Videos und Webinaren.

Über verschiedene digitale Kommunikationskanäle (Websites, Newsletters, Social Media, Youtube usw.) erreichen die Projektaktivitäten ca. 50.000 Personen. Indirekt Erreichung einer breiteren Öffentlichkeit über Medien.

Veranstaltungszentrum: jährlich über 300 interne und externe Veranstaltungen, davon ca. 60 eigene Veranstaltungen.


Zielgruppe


Zielgruppen sind die entwicklungspolitisch interessierte Öffentlichkeit, EZA-AkteurInnen in öffentlichen Einrichtungen und privaten Organisationen, AkteurInnen aus Politik und Praxis, die sich für eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Österreich engagieren sowie der universitäre Bereich.

Weiterhin verfolgt wird die begonnene Schwerpunktsetzung auf Zielgruppen außerhalb der EZA-Community, im Besonderen:

SchülerInnen der Oberstufe (Sekundarstufe II),

benachteiligte SchülerInnen aus bildungsfernen Schichten durch gezielte Kooperation mit ausgewählten Schulen,

Schulen und Lehrkräfte von Neuer Mittelschule (NMS), Berufsbildender Höherer Schule (BHS) und Allgemeinbildender Höherer Schule (AHS),

JournalistInnen und Medien.

Wichtige Kooperationspartner sind die Partnerorganisationen im C3 - Centrum für Internationale Entwicklung. Darüber hinaus arbeitet die ÖFSE mit einem breiten Spektrum an KooperationspartnerInnen im In- und Ausland zusammen. Verstärkt werden auch Partner außerhalb des entwicklungspolitischen Bereichs gewonnen, u.a. AkteurInnen im Bereich Jugendarbeit, Bildung und Wissenschaftsvermittlung.


Maßnahmen


Zu den Kernaufgaben der wissenschaftlichen Fachbibliothek gehören kontinuierliche und qualitätsvolle Bestandserweiterung und deren Erschließung, BenutzerInnenbetreuung, Beratung, Schulungen, Führungen, Rechercheunterstützung. Besondere Schwerpunkte 2020-21 sind die Implementierung des neuen Bibliothekssystems Koha und die Weiterentwicklung der internen Prozesse sowie der Services für NutzerInnen. In der Bestandserweiterung wird weiterhin dem Format elektronische Ressourcen Aufmerksamkeit zukommen. Besondere Bedeutung nimmt dabei die Weiterentwicklung der neuen entwicklungspolitischen Suchmaschine C3Search+ als zentralem Einstiegspunkt zu entwicklungspolitischer Literatur (print und online) ein. Die Bibliothek wirkt im Sinne einer Living Library aktiv am Veranstaltungsprogramm im C3 mit.


Die ÖFSE führt in Kooperation mit den C3-PartnerInnen das Projekt C3-Award für die Zielgruppe SchülerInnen und LehrerInnen fort. Im Zuge der Matura Neu und den Vorwissenschaftlichen Arbeiten an AHS bzw. Diplomarbeiten an BHS sammeln SchülerInnen erste wissenschaftliche Erfahrungen. In den vergangenen Jahren wurde ein Set an Aktivitäten und Tools erarbeitet, um mit dem Ansatz einer Global Citizenship Education (GCE) SchülerInnen und betreuende LehrerInnen bei Themenfindung und Recherche zur Vorwissenschaftlichen Arbeit zu unterstützen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem strategischen Ausbau und der Verankerung von digitalen Angeboten (wie z.B. Online Veranstaltungen, Webinaren oder multimedialen Inhalten) sowie auf der qualitativen Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationsmaßnahmen zur Stärkung der ortsunabhängigen Nutzung sowie der Interaktion v.a. mit der Zielgruppe SchülerInnen, inkl. stärkerer Nutzung des Potenzials von Social Media Kanälen.


Schwerpunkte im Bereich der Informations- und Dokumentationsarbeit sind die Weiterführung der Projekt- und Institutionendatenbank, Länderinformationen zu Schwerpunktländern der OEZA, Webauftritt (centrum3.at, oefse.at), Newsletter, Veranstaltungsdokumentationen, Online Video- und Audioangebot.


In der Öffentlichkeitsarbeit kommt insbesondere dem C3 als entwicklungspolitischem Veranstaltungs- und Begegnungszentrum große Bedeutung zu. In der Antragsperiode wird die Entwicklung neuer Veranstaltungsformate als Weiterentwicklung der Reihe Bildung im C3ntrum im Fokus stehen.


Thematisch finden die Schwerpunkte Globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und Frauen/Gender & Entwicklung (SDG 5 – Geschlechtergleichstellung) in den verschiedenen Aktivitäten Berücksichtigung.


Hintergrundinformation


Das Programm wird nach Aufstockung bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 1.390.600 mit Euro 1.257.400 (90,42 %) für 2 Jahre gefördert.

Projektnummer2400-00/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied1257400
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.