Österreichische Forschungsstiftung für internationale Entwicklung: Wissenschafts- und Forschungsprogramm



Projektträger: ÖFSE - Österreichische Forschungsstiftung für Internationale EntwicklungLand: Austria Fördersumme: € 1.495.860,00Beginn: 01.01.2019Ende: 31.12.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Durch Analysen, Forschungs-, Informations- und Publikationstätigkeit wird ein Beitrag zur gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzung mit internationalen entwicklungspolitischen Fragestellungen geleistet. Internationalen Erfahrungen und Erkenntnisse zu aktuellen Themen der EZA werden eingebracht, um die innerösterreichische Diskussion anzuregen. Umgekehrt finden die österreichischen Erfahrungen und Diskussionen auch in den internationalen Diskurs Eingang.


Erwartete Ergebnisse


- Diskussions-, Lern- und Reflexionsprozesse zu aktuellen entwicklungspolitischen Themenstellungen haben stattgefunden; es wurden für ein zielorientiertes entwicklungspolitisches Handeln qualitativ hochwertige Grundlagen geschaffen und inter-national aktuelles Wissen zur Verfügung gestellt.


- Der fachliche, themenorientierte und strategische Dialog zwischen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit in Österreich ist gestärkt.


Konkrete geplante Outputs im ersten Jahr der Programmumsetzung:

- 10 Policy Notes (u.a. zur Umsetzung der Agenda 2030, Fragen der Entwicklungsfinanzierung und den Auswirkungen des Brexit auf die EU und Afrika-Beziehungen);

- 3 Briefing Papers (im Themenbereich Berufsbildung und berufliche Fortbildung, zu fairen Rohstofflieferketten und zur Importförderung als Instrument der Entwicklungszusammenarbeit );

- 5 Workshops bzw. "Development Lectures" (u.a. zum Nexus Wasser-Energie-Ernährungssicherheit, zu Machtverhältnissen und Politiken im Bergbau bzw. Rohstoffhandel mit Blick auf Afrika und zur Frage, welche Veränderungsprozess für die sozial-ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft nötig sind);

- 3 Diskussionsveranstaltungen und Fachtagungen in den Bereichen SDG-Umsetzung sowie Bildung und Entwicklung, die im Zusammenhang mit den wissenschaftlichen Arbeiten und Ergebnissen stehen, die in die Policy Notes und Briefing Papers einfließen;

- 2 Konferenzen über Fragen der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika einerseits sowie Ressourcen und sozial-ökologischer Transformation andrerseits.


Zielgruppe


- Öffentliche Einrichtungen und Akteure im Bereich Entwicklungspolitik und EZA

- Private Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit und entwicklungspolitischen Inlands- und Bildungsarbeit

- Internationale Organisationen und bilaterale Gebereinrichtungen

- WissenschafterInnen und Studierende, insb. in den Bereichen Entwicklungsstudien, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Bildungswissenschaften

- Medien (Zeitungen, Zeitschriften, Radio, Fernsehen) mit Interesse an Fragen der Internationalen Entwicklung und Entwicklungspolitik/EZA

Rund 7.500 Personen profitieren unmittelbar von den Veranstaltungen und Publikationen.


Maßnahmen


Aktive Teilnahme an einschlägigen internationalen Netzwerken;

Wissenschaftliche Analysen zu internationalen/entwicklungspolitischen Themenstellungen, Daten und Fakten zur österreichischen wie internationalen Entwicklungszusammenarbeit;

Erstellung von Publikationen, insb. Studien, Briefing Papers, Policy Notes und aktuellen Kommentaren und Stellungnahmen;

Organisation von fachlichen Diskursen und Reflexionsprozessen;

Unentgeltliche Fachberatung und Anfragebeantwortung der interessierten Öffentlichkeit, insb. auch von Medien;

Vortragstätigkeit;

Durchführen von Forschungsprojekten in Kooperation mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland;

Sicherung der thematischen Qualität der wissenschaftlichen Bestände der C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik;


Hintergrundinformation


Die ÖFSE ist eine bedeutende und kompetente entwicklungspolitische Forschungs-, Informations- und Dokumentationsinstitution in Österreich bzw. im deutschsprachigen Raum. Die ÖFSE betreibt anwendungs- und politikorientierte Forschung zu Fragen und aktuellen Themen der österreichischen und internationalen Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit, der Entwicklungsökonomik und der entwicklungsorientierten Bildungsforschung. Sie arbeitet transdisziplinär mit ForscherInnen, PolitikerInnen und PraktikerInnen zusammen und ist den Prinzipien der Unabhängigkeit, Öffentlichkeit und Kontinuität verpflichtet. Sie leistet so einen wertvollen Beitrag zum Verständnis entwicklungspolitischer und -zusammenarbeitsbezogener Zusammenhänge und Dynamiken.

Projektnummer2201-00/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied1495860
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.