Optimierung der Angebote zur Familienstärkung in Mostar (BiH)



Projektträger: SOS-KinderdorfLand: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 100.000,00Beginn: 01.07.2012Ende: 30.09.2014

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Familienstärkungsprogramms ist die ökonomische Unterstützung von Familien sowie die Stärkung von Netzwerkpartnerschaften im Kanton Mostar/Bosnien und Herzegowina (BiH).

SOS-Kinderdorf führt seit 2008 Familienstärkungsprogramme in BiH durch, wo die Spuren des Balkankrieges längst nicht verwischt sind. Eltern sind häufig damit überfordert, für ihre Kinder zu sorgen. Mit verschiedenen Unterstützungsangeboten konzentriert sich SOS-Kinderdorf darauf, Familien zu stärken und zu stabilisieren, so dass sie ihr Leben eigenständig bewältigen und für ihre Kinder sorgen können. Eine wichtige Projektkomponente stellt dabei der Wissenstransfer des österr. Partners an den lokalen Partner in den Bereichen wirtschaftliches Empowerment, Kinderrechte und Advocacy dar.

Im Kanton Mostar konnten durch das Familienstärkungsprogramm bereits 354 Kinder erreicht und unterstützt werden. Die Methode dieses Programmes ist individuell. ProjektmitarbeiterInnen statten den betreuten Familien regelmäßig Hausbesuche ab und erstellen mit allen Familienmitgliedern einen verbindlichen Leitfaden aus der Krise, einen sogenannten Entwicklungsplan. Regelmäßige Schulbesuche, langfristige medizinische Begleitung, psychosoziale Beratung, Organisation und Durchführung von Workshops und Trainings für Eltern, Ausflüge mit Kindern, sowie materielle Hilfeleistung für besonders gefährdete Familien gehören ebenso zu den Aufgaben der MitarbeiterInnen, wie die Gestaltung der Angebote im Familien Center (e.g. Children, Youth, Parents Club).

Gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den lokalen Behörden sowie mit anderen NGOs und Vereinen zeichnet das Familienstärkungsprogramm aus.

Die geplanten Aktivitäten umfassen die Erweiterung des Angebotsspektrums zur Einkommensgenerierung, die Unterstützung der Eltern beim (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt, die Durchführung einer Arbeitsmarktanalyse sowie die Etablierung einer ‚Talente-Tausch-Börse‘. Dabei wird besonderer Wert auf Geschlechtergerechtigkeit gelegt.

Projektnummer8108-06/2012
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.