Preserving Equal Citizenship in Pakistan



Projektträger: HOPE'87 - Hundreds of Original Projects for Employment - Verein zur Förderung der JugendbeschäftigungLand: Pakistan Fördersumme: € 144.000,00Beginn: 01.01.2016Ende: 30.06.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verbesserung und zum Schutz des Gleichheitsgrundsatzes von BürgerInnen, BürgerInnenrechten sowie der rechtsstaatlichen Kompetenz der Bevölkerung in Pakistan. Das Projekt unterstützt die Entwicklung und Einführung einer Strategie für mehr religiöse Toleranz und ihre weitreichende Akzeptanz bei Jugendlichen in Pakistan.

 


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Resultate:

1: Eine Strategie für religiöse Toleranz steht der pakistanischen Bundesregierung zur Approbation zur Verfügung.

2: Jugendliche unterschiedlicher Religionen und Glaubensrichtungen zeigen Toleranz, gegenseitigen Respekt und fördern eine Kultur des Friedens untereinander.

3: Jugendliche, politische/religiöse Führer und lokale Autoritäten sind gemeinsam in der Lage, lokale Initiativen hinsichtlich mehr religiöser Toleranz positiv zu beeinflussen.

 


Zielgruppe


Zielgruppen:

'National Commission on Minorities' (NCM); 7 Netzwerkpartner des 'Peace & Harmony Network Pakistan' (PHNP) mit insgesamt 100 religiösen Führern; 136 Universitäten/Colleges/religiöse Institutionen/Madrasas; 125 Jugendliche (werden zu 'Master Trainers' für religiöse Harmonie ausgebildet). Insgesamt werden ca. 42.000 Jugendliche im Rahmen der Projektinterventionen direkt erreicht. Die indirekte Zielgruppe sind ca. 250.000 Personen aus der Projektregion.

 


Maßnahmen


Aktivitäten:

- Revitalisierung und technische Unterstützung der staatlichen Taskforce für religiöse Toleranz (National Commission on Minorities - NCM).

- Konsultationen mit religiösen und Meinungsführern zur Ausarbeitung eines kollektiven Handelns im Kampf gegen religiöse Intoleranz und zur Reduktion von religiösem Extremismus.

- Kapazitätsentwicklung der Netzwerkpartner des PHNP zu Dialog und Versöhnung.

- Sensibilisierungsarbeit zu religiöser Toleranz, der staatlichen Strategie sowie der verfassungsrechtlichen Rechte von Minoritäten an Madrasas, Universitäten und Colleges.

- Auswahl, Befähigung und Ausstattung von JugendrepräsentantInnen mit Material (zum Netzwerken mit staatlichen VertreterInnen auf Makro und Mikro-Ebene, zur Mobilisierung der Gemeinschaften, zur Ausarbeitung von Aktionsplänen und zum Monitoring von Rechtsverletzungen gegen Minderheiten) zur Förderung religiöser Toleranz, Empowerment und Bürgerinitiativen.

- Jugendgruppen organisieren überkonfessionelle religiöse Events und interreligiöse Besuche der Jugendmitglieder werden ermöglicht.

- Advocacy für „Value Education“ in Curricula.

- Regionale Jugendnetzwerke formen und unterstützen bottom-up Partizipationsprozesse.

- Kapazitätsentwicklung für Medien zu religiöser Toleranz, Konfliktprävention, Krisenmanagement und Friedenskonsolidierung.

- Dialog und institutionalisierte Kollaboration zwischen Zivilgesellschaft und öffentlichen/privaten Stakeholder durch Events zum Wissensaustausch und Best Practices, gemeinsam veranstaltet von Jugendgruppen und den entsprechenden Fachministerien.

- Jugendgruppen zeigen ein pro-aktives Engagement im Bereich Mainstreaming von Themen zu religiöser Toleranz in Entscheidungs- und Policyprozessen lokaler Regierungen, privater Stakeholder und religiöser Führer.

 


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation:

Die Bevölkerung Pakistans ist mehrheitlich muslimisch (96,28 %), davon sind 82 % SunnitInnen (mit den Untergruppierungen Deobandi, Barelevi, Ahl-e-Hadith) und 15 % ShiitInnen. Weiter sind offiziell 1,59 % ChristInnen (ca. 2,8 Mio), 1,6 % Hindus, 0,25 % unterprivilegierte Kasten und 0,07 % Personen mit anderer Religionszugehörigkeit wie Sikhs, Baha’i, Parsi und Ahmadi registriert (Census on religion 2004). Religiöse Minderheiten erleben regelmäßig Diskriminierung und Gewalt (304 gemeldete Vorfälle zwischen Jänner und Juli 2014). Die Verbreitung von exklusiven und sektiererischen Interpretationen von Religionen durch religiöse Führer insbesondere unter Jugendlichen verursacht Konflikte, welche zunehmend eine Gefährdung für die Stabilität und den Frieden des Landes darstellt.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 20 Prozent.

Projektnummer2325-06/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.