Professionelles Streetwork in Bolivien



Projektträger: MaPaKi - Verein zur Förderung der Straßenkinderinitiative Maya, Paya, KimsaLand: Bolivia Fördersumme: € 61.600,00Beginn: 01.07.2012Ende: 31.12.2015

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Professionalisierung und Spezialisierung der Arbeit mit Straßenkindern bzw. „Kindern in Situation Straße“ (abgeleitet vom neuen in Lateinamerika gebräuchlichen, einheitlichen Begriff „Niños en situacion de calle“) in El Alto im Westen Boliviens über das Angebot einer integralen und interdisziplinären Ausbildung für StreetworkerInnen.

Wie in vielen Ländern Südamerikas, steigt auch in Bolivien die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf der Straße leben, stetig an. Seit etwa zwei Jahrzehnten gibt es in Bolivien private Einrichtungen, die sich auf die direkte Unterstützung dieser Kinder und Jugendlichen spezialisieren. Von staatlicher Seite gab es bislang kaum konkrete Stellungnahmen, weder im sozialpolitischen Sinne, noch in Form von praktischer Arbeit. In den letzten drei Jahren fand seitens des Staates ein Umdenkprozess in Bezug auf dieses Thema statt - mittlerweile wird offen darüber diskutiert und das Thema von verschiedensten Seiten und Sektoren aufgegriffen.

Da es keine spezifische Ausbildungsmöglichkeit für professionelle HelferInnen gibt, soll ein akademischer Lehrplan für StreetworkerInnen mit Kindern und Jugendlichen ausgearbeitet und so zur Professionalisierung des Hilfssystems beigetragen werden.

Gleichzeitig werden die Inhalte des Lehrplans (neue Methoden etc.) in der Praxis, d.h. in der direkten Arbeit auf der Straße mit Kindern und Jugendlichen, angewendet und umgesetzt.

Mit gezielter Koordinationsarbeit über verschiedene Netze auf lokaler und nationaler Ebene soll die staatliche Fachkompetenz bezüglich des Themas gestärkt und so ein wichtiger Beitrag zur Schaffung eines strukturellen Kinderschutzsystems geleistet werden, in dem der Staat die zentrale Rolle übernimmt und die privaten Einrichtungen über die praktische Arbeit eingebunden sind.

Projektnummer2319-04/2012
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.