LIFT (Living conditions in Imvepi Fostered Together/ Gemeinsame Förderung der Lebensbedingungen in Imvepi)



Projektträger: Österreichisches Rotes Kreuz Land: Uganda Fördersumme: € 250.000,00 Beginn: 01.01.2018 Ende: 30.06.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Verbesserte Lebensbedingungen von Flüchtlingen und der gastgebenden Gemeinde in der Imvepi Flüchtlingssiedlung hinsichtlich verbesserter Gesundheit, gestärkter wirtschaftlicher Tätigkeiten und verbessertem Schutz der natürlichen Ressourcen. (Beitrag zu SDGs 6 - "Ensure availability and sustainable management of water and sanitation for all" und 2 - "End hunger, achieve food security and improved nutrition and promote sustainable agriculture")


Erwartete Ergebnisse


Resultat 1: Schaffung einer Abwasserbehandlung und Abfallverwertung, um eine sichere Umgebung für 9000 bereits in Imvepi lebende Menschen und mindestens 600 täglich neu ankommende Flüchtlinge zu ermöglichen.

Resultat 2: Verbesserung der Siedlungshygiene und des Bewusstseins bezüglich Schutz von natürlichen Ressourcen für 1000 Haushalte (6000 Personen) und 2 Schulen (3000 Kinder).

Resultat 3: Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von 500 Haushalten durch Diversifizierung von Einkommen und Spargruppen.


Zielgruppe


Für Sanitäre und Hygiene Maßnahmen:

- 6.000 Flüchtlinge und Menschen aus der Host Community, die von Hygieneschulungen profitieren

- 3. 000 Kinder, die in Schulen durch Hygiene- und Umweltaktivitäten sensibilisiert werden

- 600 – 2.500 Menschen, die täglich im Aufnahmezentrum neu registriert werden und sichere sanitäre Einrichtungen sowie Abfallsammlung verwenden können

- 1000 Menschen, die täglich auf dem lokalen Markt sichere sanitäre Einrichtungen sowie Abfallsammlung verwenden können


Für wirtschaftliche und landwirtschaftliche Maßnahmen:

- 250 Frauen, die Schulungen erhalten und einen Küchengarten anlegen

- 250 Frauen, die Schulungen erhalten um Briketts herstellen zur eigenen Verwendung und zum Verkauf, sowie zur Schonung der umliegenden Wälder

- 500 Frauen, die sich in Sparvereinen zusammengeschlossen haben, um sich kleine Investitionen leisten zu können


Maßnahmen


Bau & Instandhaltung von Sanitäranlagen (Latrinenblöcke, Fäkalschlammbehandlungsanlage, Abfallverwertungsanlage); Hygiene-Trainings für Freiwillige und LehrerInnen, Hygiene- und Umweltgruppen in Schulen, Wiederaufforsten von Waldbestand; Gründen von Sparvereinen für 20 Frauengruppen; Bedarfsanalyse für landwirtschaftliche Unterstützung und Geräte; Verteilen von Samen und Geräten; Unterstützung und Coaching für Anbau von Getreide und Gemüse; Durchführen eines Piloten zu Brikett-Produktion aus organischem Müll, in Verbindung mit energiesparenden Öfen und Dampfkochtöpfen.


Hintergrundinformation


Mehr als eine Million Flüchtlinge sind während der letzten eineinhalb Jahre vom Südsudan nach Uganda geflohen und Uganda ist damit weltweit das Land, das die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat und nach wie vor aufnimmt. Zurzeit werden die Flüchtlinge in fünf großen Siedlungen untergebracht, Imvepi ist eine davon, mit über 100.000 Flüchtlingen. Pro Tag kommen derzeit mindestens 600 Flüchtlinge an. Es ist unwahrscheinlich, dass in der nächsten Zeit eine Rückkehr in den Südsudan möglich ist. Daher bekommt jede Flüchtlingsfamilie von der ugandischen Regierung ein Stück Land zugewiesen. Die Bedürfnisse der Flüchtlinge und auch der lokalen Bevölkerung sind groß und reichen von Wasser, Sanitären Einrichtungen bis hin zu Nahrungsmitteln. Nach der ersten Akutphase der humanitären Hilfeleistungen starten mittlerweile längerfristige Entwicklungszusammenarbeitsmaßnahmen. Bisher gibt es nur ungenügende oder nicht vorhandene sanitäre Versorgung, sowie Abwasser und Abfallentsorgung in Imvepi.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 50 Prozent.

Projektnummer 2319-12/2018
Mittelherkunft OEZA
Sektor Humanitäre Hilfe: Sofortmaßnahmen
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Environment: 2, Climate change mitigation: 1, Biodiversity: 1, Desertification: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.