Stärkung der Chancengleichheit und Bildung von südsudanesischen und einheimischen Mädchen in Norduganda



Projektträger: Volkshilfe Solidarität Land: Uganda Fördersumme: € 250.000,00 Beginn: 01.05.2019 Ende: 30.04.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projektziel ist die Verbesserung des Zugangs zu und der Qualität von Grundschulbildung für Mädchen in den Flüchtlings- und Aufnahmegemeinschaften in 4 Schulen im Rhinocamp in Norduganda. (Beitrag zu SDGs 4 und 16, Ziel 12 des EU Gender Action Plans II)


Erwartete Ergebnisse


Resultat 1: Verbessertes Management und Infrastruktur von 4 Volksschulen im Rhinocamp

Resultat 2: Verbesserte Einstellung und Erziehungskompetenz von 800 Eltern/Erziehungsberechtigten betreffend die Schulbildung von Mädchen

Resultat 3: Verstärktes Bewusstsein für Mädchenrechte in Bezug auf Bildung, sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt

Resultat 4: Reintegration von mindestens 20 Schulabbrecherinnen

 


Zielgruppe


Die direkte Zielgruppe sind 8.137 Personen folgender Gruppen im Rhinocamp und der umliegenden Region: SchülerInnen im reproduktiven Alter (Jugendliche), Schulabbrecherinnen, Eltern/Erziehungsberechtigte, LehrerInnen, Community- und MeinungsführerInnen


Maßnahmen


Schulungen, Coaching und Mentoring für PTA (Parent-Teacher-Association) und SMC (School Management Comittee) über ihre Rollen und Verantwortlichkeiten; Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen; Entwicklung und Umsetzung eines Schulverbesserungsplans; Ausbildung von Bildungs-MentorInnen und Eltern/Erziehungsberechtigten zu Erziehungs- und Lebenskompetenzen; Entwicklung und Durchführung einer Social Behavior Change Communication Strategie, um negative traditionelle Überzeugungen in Bezug auf die Bildung von Mädchen zu adressieren; Workshops mit SchülerInnen zum "No Means No" -Ansatz; Organisation von Sensibilisierungsveranstaltungen für Eltern und LehrerInnen zu sexueller und geschlechterbasierter Gewalt; Schulungen zu Menstruationshygiene und sexueller und reproduktiver Gesundheit; Schulungen für LehrerInnen (ToT) zu Kinderrechten mit Schwerpunkt Mädchenrechte auf Bildung; Bildung und Unterstützung von Mädchenausbildungs-Klubs; Dialog- und Sensibilisierungstreffen für die lokale Gemeinschaft und MeinungsführerInnen in den Gemeinden; Beratung und Betreuung für 20 Mädchen, die die Schule abgebrochen haben, bei der Wiedereingliederung;


Hintergrundinformation


Die Flüchtlingssiedlung Rhinocamp im Norden Ugandas im Bezirk Arua beherbergt rund 156.000 südsudanesische Flüchtlinge. Die Schulsituation ist schwierig und wurde durch die große Anzahl an Flüchtlingen noch verschlimmert. Viele Schulen sind mit der Anzahl an Kindern extrem überlastet, die Schulinfrastruktur ist desolat. SchülerInnen werden zum Teil mangels Klassenzimmern im Freien unterrichtet, Tische und Unterrichtsmaterialien sind nur unzureichend vorhanden. Der Hygienezustand ist besorgniserregend, da kaum Hygieneartikel oder funktionstüchtige Toiletten vorhanden sind. Mädchen sind davon besonders betroffen und werden zusätzlich benachteiligt: viele von ihnen besuchen erst gar keine Schule oder verlassen sie ohne Abschluss. Ihre Eltern legen keinen Wert auf Schulbildung oder sie werden von den LehrerInnen benachteiligt behandelt. Mädchen haben auf Grund ihrer Haushaltspflichten weniger Zeit daheim zu lernen oder am Unterricht teilzunehmen. Die Hygienesituation trifft sie besonders hart, weil sie deshalb während ihrer Menstruation meist zuhause bleiben müssen. Viele Mädchen werden daher zu Schulabbrecherinnen und haben somit wenig Chancen auf ein besseres Leben.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 63,78 Prozent.

Projektnummer 2319-07/2019
Mittelherkunft OEZA
Sektor Bildung
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Gender: 2, Reproductive health: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.