Strategische Partnerschaft Care 04.2019- 03.2024 - Resilienz von Frauen und Jugendlichen stärken - (WAYREP)



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe Land: Uganda Fördersumme: € 1.900.000,00 Beginn: 01.04.2019 Ende: 31.03.2024

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projektziel ist Frauen, Mädchen und Jugendlichen in West- und Norduganda so zu stärken, dass sie zum einen wirtschaftlich eigenständig und zum anderen weniger gefährdet sind, Opfer von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden.


Erwartete Ergebnisse


Verbesserte, nachhaltige und menschenwürdige Einkommensmöglichkeiten für Frauen und Mädchen; Verminderung der Akzeptanz und Toleranz von Geschlechterdiskriminierung und Gewalt in den Gemeinschaften; verbesserte psychosoziale Unterstützung für Überlebende von Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung; Anwaltschaftliche Arbeit um relevante internationale, regionale und nationale Rahmenvereinbarungen für den Schutz von Rechten und ein Leben ohne Gewalt für Frauen und Mädchen umzusetzen.


Zielgruppe


Das Programm erreicht insgesamt 44.600 Menschen direkt. Frauen, Mädchen und Jugendliche in Norduganda und West Nile, die aus dem Süd-Sudan nach Uganda geflohen sind und die betroffene einheimische Bevölkerung mit Berücksichtigung der zunehmenden Verstädterung. 33.500 Frauen und Mädchen (15-45 Jahre), 11.100 Männer und Burschen, 90 MitarbeiterInnen von nationalen Service Anbietern gegen genderbasierte Gewalt sowie 30 MitarbeiterInnen von „Community Based Organisations“ (CBOs).


Maßnahmen


Die Aktivitäten umfassen: Diverse Trainings (Berufsbildung, Business Skills, Life Skills, Unternehmertum); Gründung und Begleitung lokaler Spar- und Kreditgruppen; Entwicklung von Geschäftsideen für Mikro- und Kleinunternehmen; Start-up Kapital für Unternehmergruppen; Vermittlung zu formalen Finanzierungsinstitutionen; Schulung von MultiplikatorInnen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung über Frauenrechten und sexualisierte und geschlechtsbasierte Gewalt in den Gemeinden; Vermittlung eines neuen Bildes von Männlichkeit und Gleichberechtigung in den Gemeinden durch Role Model Men und Boys; medizinische, psychosoziale und finanzielle Unterstützung für Überlebende von Gewalt;

Anwaltschaftsarbeit um von den Verwaltungsverantwortlichen die Umsetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen einzufordern.

 


Hintergrundinformation


Norduganda leidet unter den Folgen der vergangenen bewaffneten internen Konflikte und der anhaltend hohen Anzahl von Geflüchteten aus Süd-Sudan, von denen über 82% Frauen und Kinder unter 18 Jahren sind. Die Infrastruktur und Wirtschaft sind in diesem Teil des Landes schwach. Gleichzeitig steigt die Bevölkerungsrate um 3% pro Jahr. Auf der Suche nach Einkommensmöglichkeiten ziehen die ländliche Bevölkerung und Flüchtlinge vermehrt in die Städte, wo sie zusätzlichen Risiken wie Prostitution, Drogen- und Menschenhandel ausgesetzt sind. Das Projekt WAYREP nimmt auf staatliche Strategien Bezug, die in diesem Zusammenhang eingeführt wurden, etwa der „Refugee & Host Populations Empowerment Strategy“, „Comprehensive Refugee Response Framework“, und den 3. Nationalen Aktionsplan für die Umsetzung der VN-Sicherheitsratsresolution 1325 und die Folgeresolutionen zu Frauen, Frieden und Sicherheit.

Das Programm trägt zu SDGs 1.4, 5.1, 5.2, 5.5, 8.3 sowie den EU GAP II Zielen 7, 15 und 19 bei.

Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80%.

Projektnummer 1980-03/2019
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Gender: 2, Reproductive health: 1, Democracy: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.