Rahmenprogramm HORIZONT3000 2019-2022 - Förderung von nachhaltigen Lebensgrundlagen und Menschenrechten



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Developing countries, unspecified Fördersumme: € 6.950.000,00Beginn: 01.01.2019Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Ziel des Rahmenprogrammes ist die Verbesserung der Lebensbedingungen in 7 afrikanischen Ländern und 3 Ländern Zentralamerikas in den Bereichen ländliche Entwicklung, Menschenrechte, Klimawandel, Geschlechtergerechtigkeit und Wissensmanagement. (Beitrag zu SDGs 1, 2, 5, 6, 10, 13, 16, 17)


Erwartete Ergebnisse


1. Nachhaltiges Management natürlicher Ressourcen, nachhaltige landwirtschaftliche Produktion und Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels wurden in 10 Ländern verbessert.

2. Stärkung von Zivilgesellschaft, Rechtsstaatlichkeit, Ausübung von Menschenrechten, besonders von benachteiligten Gruppen in 10 Ländern.

3. Sensibilisierung und Stärkung von Frauen und Männern, um die Geschlechtergleichstellung voranzutreiben.

4. Stärkung der Kapazitäten von Partner- und Mitgliedsorganisationen von HORIZONT3000 auf Organisationsebene durch systematische Kapazitätsentwicklung und Wissensmanagement.


Zielgruppe


Die Zielgruppen dieses Programmes umfassen die lokalen Projektpartner des Rahmenprogramms von HORIZONT3000 (47 Partnerorganisationen) sowie Individuen und Gruppen, die an Aktivitäten direkt teilnehmen oder Sachleistungen erhalten. Im Bereich Wissensmanagement sind es die ProjektmitarbeiterInnen und Partner der Projekte des Personaleinsatzprogramms von HORIZONT3000 sowie von anderen HORIZONT3000 Projekten. Fachlich befasste MitarbeiterInnen der Mitgliedsorganisationen von HORIZONT3000 und fachlich relevante Kooperationspartner, wie etwa Universitäten, NGOs in Österreich und Europa zählen ebenfalls zu den Zielgruppen. Die Gesamtzahl aller direkt durch das Programm erreichten Begünstigten umfasst rund 200.000 Personen. Zu den indirekt Begünstigten zählt die Bevölkerung, die in den jeweiligen Partnerländern von den lokalen Partnerorganisationen erreicht wird; darüber hinaus werden EZA-befasste Organisationen sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen in Österreich und Europa, welche über das Wissensmanagement-Programm eingebunden sind, erreicht. Die Gesamtzahl der indirekt begünstigten Personen beträgt rund 3,1 Mio.


Maßnahmen


Die Maßnahmen des Rahmenprogrammes umfassen Interventionen in den 10 Partnerländern Uganda, Kenia, Tansania, Äthiopien, Senegal, Mosambik, Südsudan, Nicaragua, Guatemala, El Salvador zu den Sektoren Ländliche Entwicklung (Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion und Vermarktung der Produkte, Fokus auf Nexus „Wasser, Energie und Ernährungssicherheit) und Stärkung der Zivilgesellschaft/Menschenrechte (Stärkung der Zielgruppen in anwaltschaftlicher Arbeit, z.B. zu Landrechtsfragen, Bekämpfung von Gewalt & Rechtsförderung). Der Fokus liegt auf Empowerment und Capacity Development der lokalen Partner und Zielgruppen, ergänzt durch Advocacy Maßnahmen mit relevanten AkteurInnen, wie etwa lokalen Behörden. Eine wichtige Programmkomponente stellt die überregionale Intervention "Know-How3000" dar. Erfahrungsaustausch, systematisches Wissensmanagement und Netzwerken verbessern die Qualität der Arbeit der lokalen Partner und erhöhen die Wirksamkeit der Programminterventionen für die Zielgruppen in den Partnerländern. Geschlechtergerechtigkeit bildet die zweite programmübergreifende Komponente.


Hintergrundinformation


Vorgängerprojekt ist das Rahmenprogramm 2016-2018. HORIZONT3000 konzentriert sich auf benachteiligte Menschen in ländlichen Regionen mit erschwerten Entwicklungsmöglichkeiten/Zugang zu Know-How. Die lokalen Partnerorganisationen sind in den Projektregionen seit Jahren verankert und haben Bedürfnisse und Risken analysiert.


Der OEZA Kofinanzierungsanteil beträgt 60,16 Prozent der Gesamtsumme.

Projektnummer1980-01/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Climate change mitigation: 1, Climate change adaptation: 1, Biodiversity: 1, Desertification: 1, Gender: 1, Democracy: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.