Rahmenprogramm ÖKOHIMAL 2016-2018 - Gesundheit für BergbäuerInnen in Nepal



Projektträger: ÖKO HIMAL - Gesellschaft für ökologische Zusammenarbeit Alpen - HimalayaLand: Nepal Fördersumme: € 900.000,00Beginn: 01.01.2016Ende: 30.09.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel:

Ziel des Projekts ist die Verbesserung von Gesundheitsversorgung, Bildungszugang und Resilienz in Berggemeinden Ost- und Westnepals. (Die Zielregion ist stark von den Erdbeben im April und Mai 2015 betroffen.)

 


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Ergebnisse:

Rund 17.000 Menschen in der Zielregion haben Zugang zu guter primärer Gesundheitsversorgung, ca. 3.500 Frauen Zugang zu Familienplanung und prä- und postnataler Versorgung, 1.200 Menschen in der Zielregion bauen diversere und nährstoffreichere Nahrung an; 900 Frauen in der Zielregion besuchen erfolgreich einen Alphabetisierungskurs; Gemeinden können sich aufgrund vermehrten Wissens und besserer Bildung leichter in Entscheidungsprozesse einbringen; SchülerInnen haben einen verbesserten Zugang zu sanitären Einrichtungen und sind in Hygienemaßnahmen geschult; das Wissen über Disaster Risk Management ist erhöht, lokale Institutionen und Notfallpläne sind funktionsfähig;

 


Zielgruppe


Die Zielgruppe umfasst rund 3.900 SchülerInnen der Gemeinden Aainselukharka, Rakhabangdel, Maheshowari und Dubekol Danda im Distrikt Kothang sowie LehrerInnen und Eltern, 21 Schul-Management-Komitees, Eltern-Lehrer-Verbände und 21 Eco Klubs, Gesundheits-Management-Komitees, Frauengruppen, Dorfentwicklungs-Komitees, Jugend-Klubs und lokale Institutionen. Die indirekt Begünstigten sind rund 10.000 BewohnerInnen der Gemeinden. In Westnepal profitieren sieben Dörfer in den Bezirken Mugu und Bajura mit 17.000 EinwohnerInnen.


Maßnahmen


Maßnahmen: Unterstützung der Gesundheitsdienste der Regierung mit starkem Schwerpunkt auf Mutter-Kind-Gesundheit; Information und Sensibilisierungsarbeit zu Hygienemaßnahmen im Water and Sanitation Bereich, Verbesserung der Hygieneeinrichtungen an Schulen; Entwicklung und Implementierung von Aktions- und Notfallplänen; Implementierung und Stärkung des schuleigenen Monitorings; Bildung und Stärkung von Eco Clubs; Koordinierung und Kooperation mit Distriktbehörden; Disastermanagement; Formierung und Stärkung von SchülerInnen-Notfall-Komitees; Entwicklung und Ausstrahlung eines Radioprogrammes; Stärkung der Schul-Management-Komitees und Eltern-Lehrer-Verbände; Training und Fortbildung von LehrerInnen; Initiierung von E-Libraries; Initiierung der Kooperation von Schulen mit Freiwilligendiensten; Kooperation und Koordination mit lokalen Gemeinschaften, Gesundheits-DienstleisterInnen und traditionellen HeilerInnen; Einrichtung von Lernzentren für Jugendliche; Bildungsarbeit durch Erwachsenenalphabetisierung; Verbesserung der Ernährungssicherheit durch Zuchtverbesserung und Gemüseanbau, Einführung von Mikrobewässerungssystemen, Bereitstellung von Saatgut und Wissen über Düngemethoden; verstärkte Kommunikation und Advocacy gegenüber den wichtigsten politischen EntscheidungsträgerInnen in den Bereichen Gesundheit und Bildung auf lokaler und nationaler Ebene;


Hintergrundinformation


Hintergrundinformation:

Eine der Zielregionen liegt im abgelegenen Distrikt Kothang, die Siedlungen sind zwei Tages-Fußmärsche von der Distrikthauptstadt entfernt. Im Distrikt Kothang besuchen mind. 17% der SchülerInnen der Sekundarstufe den Unterricht nicht oder nur unregelmäßig. Die sanitären Einrichtungen und der Informations- und Wissensstand über Wasser- und Siedlungshygiene sind niedrig. Im Vergleich zur allgemein positiven Entwicklung in Nepal ist in den Bezirken Mugu und Bajura im Fernen Westen Nepals und der Karnali-Region der Zugang zu Grundversorgung, Gesundheit und Ernährung nach wie vor mangelhaft.

 

Projektnummer1980-04/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Basisgesundheit
Tied125700
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Gender: 1, Poverty: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.