Reduce Female Genital Mutilation in Ethiopia



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Ethiopia Fördersumme: € 300.000,00Beginn: 01.11.2018Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Erhöhung des Wissens über die schädlichen Auswirkungen der weiblichen Genitalverstümmelung in Dorfgemeinschaften und unter Stakeholdern in Äthiopien (Akaki Woreda and Dukem Town, Finfinne Zuria Oromia Special Zone, Oromia Region).

Stärkung der Kapazitäten von Gesundheitsdienstleistern in der Region um eine verbesserte medizinische und psychosoziale Behandlung von FGM-Opfern zu gewährleisten. Das Projekt trägt zu SDG 5.3, 3.1 und 3.2 bei.

 


Erwartete Ergebnisse


Resultate: Das Bewusstsein und Wissen der lokalen Gemeinschaften zu FGM ist erhöht um die Prävalenz in der Projektregion signifikant zu reduzieren; Die medizinischen Kapazitäten zur Prävention, Betreuung und Behandlung von FGM und reproduktiver Gesundheitsprobleme sind gestärkt und verbesserte Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung und effektive Familienplanung gewährleistet; Maßnahmen zur Prävention und Behandlung von FGM sind in Gesundheitsprogrammen, bei sozialen Diensten, in Schulen und religiösen Einrichtungen etabliert; Netzwerke und Partnerschaften sind aufgebaut, um gemeinsam die politische und finanzielle Unterstützung gegen FGM und für reproduktive Gesundheit zu erhöhen.


Zielgruppe


10.000 Frauen im gebärfähigen Alter und 6.000 Studentinnen und deren Familienmitglieder, 220 Community AktivistInnen, 30 Beschneiderinnen, 30 traditionelle und religiöse Führer, 30 CBO leaders, 660 SchülerInnen und LehrerInnen, 50 Sozial- und GesundheitsmitarbeiterInnen, politische Entscheidungsträger.


Maßnahmen


Aktivitäten: Sensibilisierung und Aufklärung über die physischen, psychischen und sozialen Auswirkungen von FGM, gezielte Informationskampagnen durch das lokale FM-Radio; Einrichtung von Studentenclubs an 22 Schulen zur Organisation von Peer-Education-Sitzungen und Erfahrungsaustausch; Community Theater, Überweisung und erfolgreiche Behandlung von 200 FGM-Opfern in Gesundheitseinrichtungen; Verbesserung der technischen und medizinischen Ausstattung von 4 Gesundheitsposten; Schulung von 50 KrankenpflegerInnen und SozialarbeiterInnen in der Behandlung der physischen und psychischen Folgen von FGM; Erstellung von FGM Handbüchern; Vernetzung mit lokalen und internationalen NGOs und UNICEF auf nationaler und regionaler Ebene, um gemeinsam FGM effektiv bekämpfen zu können.


Hintergrundinformation


Weibliche Genitalverstümmelung (Female genital mutilation/FGM) ist trotz gesetzlichem Verbot eine weit verbreitete Praxis in Äthiopien. Studien stellen zwar einen leichten Rückgang von 74% im Jahr 2005 auf 65% im Jahr 2016 fest, in einigen ländlichen Regionen sind Beschneidungsraten von mehr als 70% jedoch nach wie vor üblich – so auch im Projektgebiet Akaki Woreda und Dukem Town südlich der Hauptstadt Addis Abeba. Die Verstümmelung wird meist bei Minderjährigen unter katastrophalen hygienischen und medizinischen Bedingungen auf Wunsch der Eltern vorgenommen und führt zu lebenslangen physischen und psychischen Leid bei den Opfern. FGM verletzt das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit und stellt somit eine massive Menschenrechtsverletzung dar. Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 88,87 %.

Projektnummer2833-00/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 2, Reproductive health: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.