Reisen mit Respekt 2020-2021



Projektträger: NFI - Naturfreunde InternationaleLand: Austria Fördersumme: € 154.000,00Beginn: 01.01.2020Ende: 31.12.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Zentrales Anliegen ist, die Nachfrage, das Angebot und die Rahmenbedingungen im österreichischen Outgoing-Tourismus im Sinne der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung der Welt zu fördern. Das Programm soll dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Menschen in den Zielländern des österreichischen Outgoing-Tourismus durch eine nachhaltige Tourismusentwicklung zu verbessern und die negativen Auswirkungen des Fernreisetourismus möglichst gering zu halten. Mit dem Programm wird die Kommunikations- und Bildungsarbeit zur Nachhaltigen Tourismusentwicklung weiterentwickelt fortgeführt. Aktuelle entwicklungspolitische Konfliktfelder des weltweiten Tourismus werden aufgegriffen und sichtbar gemacht, zielgruppenspezifische Informationen und Entscheidungshilfen bereitgestellt sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die inhaltlichen Schwerpunktthemen umfassen Menschenrechte & Frauen/Geschlechtergerechtigkeit, Coporate Social Responsibilitiy (CSR), faires Reisen, Armutsbekämpfung und Klimagerechtigkeit.


Erwartete Ergebnisse


Zentrale Ergebnisse sind das gesteigerte Bewusstsein von Reisenden für ihre Verantwortung in Bezug auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihres persönlichen Reiseverhaltens sowie die Sensibilisierung/Befähigung der österreichischen Tourismuswirtschaft hinsichtlich Unternehmensverantwortung/Angebotsentwicklung und den komplexen entwicklungspolitischen Auswirkungen des globalen Tourismus. Erwartete Resultate:

(1) Interessierte Reisende haben einfachen Zugang zu Informationen über nachhaltiges Reisen. Sie treten zudem als MultiplikatorInnen auf, indem sie diese Informationen in ihre Familien und ihren Bekanntenkreis tragen.

(2) Das Angebot an nachhaltigen Reisen und Urlauben ist ausgebaut. Nachhaltige Reise- und Urlaubsangebote sind für die KonsumentInnen klar erkennbar.

(3) MitarbeiterInnen der Tourismuswirtschaft nutzen die von der NFI zur Verfügung gestellten Informationen und Materialien über nachhaltiges Reisen. Sie geben diese Informationen an ihre KundInnen weiter.

(4) Das Thema Nachhaltiger Tourismus ist im Unterricht an Tourismusschulen verankert. Die AbsolventInnen kennen den Mehrwert nachhaltigen Reisens und können das Wissen später im Arbeitsalltag einsetzen.

(5) Das Thema Nachhaltiger Tourismus wird in Österreich in Netzwerken sowie in der Zivilgesellschaft diskutiert, öffentlich kommuniziert und an politische EntscheidungsträgerInnen herangetragen.


Insgesamt werden rund 3.000 Personen direkt, via NFI-Netzwerk indirekt rund 110.000 Personen erreicht.


Zielgruppe


Mit vielfältigen Methoden wird ein breites Spektrum von Zielgruppen erreicht. Primär wird auf die Zielgruppen "Akteure in der Tourismuswirtschaft" und "Reisende/KonsumentInnen" fokussiert. Der Schwerpunkt liegt bei österreichischen Outgoing-Reiseunternehmen, die touristische Dienstleistungen im Zusammenhang mit Entwicklungs- und Schwellenländern anbieten. Darüber hinaus werden andere Stakeholder/ MultiplikatorInnen (LehrerInnen an Tourismusschulen) und politische Entscheidungsträger angesprochen.

Wichtigste Kooperationspartner sind die Mulit-Stakeholder-Plattform „Roundtable Human Rights in Tourism“ (NFI ist Gründungsmitglied), Transforming Tourism Initiative (Zusammenschluss von Organisationen weltweit) sowie die tourismuskritischen NGOs Tourism Watch (Deutschland) und akte (Schweiz). Auf nationaler Ebene wird eng mit dem Österreichischen Reiseverband, mit dem Travel Industry Club Austria, dem Club Tourismus sowie der Kinderschutzorganisation ECPAT zusammengearbeitet.

Die regionale Ausrichtung des Projekts ist österreichweit, mit Veranstaltungen vorrangig in Wien.


Maßnahmen


Die Maßnahmen umfassen vielseitige Informations- und Bildungsarbeit, Netzwerkaktivitäten und Anwaltschaft. Kooperationen mit MultiplikatorInnen (Tourismuswirtschaft, NGOs, Medien) werden fortgeführt und die (inter)nationale Netzwerkarbeit forciert. Die Aktivitäten sind in drei Arbeitspakete gebündelt:

(1) Aktivitäten mit Projektcharakter: 2 Social-Media-Kampagnen FAIReisen (Frauen im Tourismus eine Stimme geben; Social Media auf Reisen; Adventkalender, Fotowettbewerb), Veranstaltungen und Materialien für TouristikerInnen/ Reiseveranstalter (Informationspaket, mind. 4 Hybrid-Events), Tourismus 2030 – Fortbildung für Lehrpersonen (Trainingsmodule, Lehrmaterialien zu nachhaltigem Tourismus & SDGs, mind. 2 Fortbildungsreihen), 2 öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, 1 ExpertInnengespräch zur Frauen im Tourismus, Ausbau der „virtuellen Reise“ durch ein Land des Globales Südens sowie Netzwerkarbeit.

(2) Informations- und Öffentlichkeitsarbeit (Medienanalyse und Erstellung/Umsetzung einer integrierten Kommunikationsstrategie mit externer PR-Expertise, Optimierung der Social-Media-Strategie/Kanäle, laufende Pressearbeit (rd. 20 Aussendungen) und bewährte Kooperationen mit Fachmedien, 6 Infomails pro Jahr, 2 interaktiv aufbereitete Online Themendossiers (Qualitätskriterien für nachhaltige Reiseangebote, Frauen im Tourismus), Blog tourism_LOG mit Beiträgen unterschiedlicher AutorInnen, Tourismusportal (www.tourismus.nf-int.org), Fachbeiträge zu Angeboten von Dritten.

(3) strategische und administrative Aktivitäten


Hintergrundinformation


Das 2-Jahres-Programm wird nach Aufstockung aus OEZA-Mitteln in der Höhe von EUR 154.000,00 (84,62 % des Gesamtprojektvolumens) gefördert

Projektnummer2398-00/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied154000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.