Research Support Centre at the Medical Faculty in Banja Luka



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - AUSTIN Pock und PartnersLand: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 101.200,00Beginn: 01.09.2010Ende: 30.04.2013

Kurzbeschreibung:

Projektziel


In Bosnien und Herzegowina ist es aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage auch um medizinische Lehre sowie Forschung und Entwicklung nicht gut bestellt: Die Lage der Universitäten im allgemeinen ist nach wie vor problematisch, gerade aber im kostenintensiven medizinischen Bereich fehlt es an hochqualifizierten Fachkräften und zeitgemäßer Infrastruktur. Das Land hat gerade in diesem wichtigen Bereich keine Innovationskraft, von welcher Impulse für eine wirtschaftliche Entwicklung ausgehen könnten.

Genau hier setzt die Wirtschaftspartnerschaft an, die auf die Schaffung eines hochmodernen universitären Dienstleistungszentrums für medizinische Forschung abstellt. Grundlage des Projekts ist ein Public-Private-Partnership zwischen dem österreichischen Firmenkonsortium (Austin, Pock + Partners und Vamed) einerseits und dem Gesundheits- und Sozialministerium der Republika Srpska sowie der medizinischen Fakultät in Banja Luka andererseits. Das gemeinsame Joint Venture wird detaillierte Geschäftspläne und facheinschlägige Konzepte erstellen, das Zentrum gründen und auch betreiben. Das Zentrum bietet umfassende Dienstleistungen und Infrastruktur für universitäre Forschungsvorhaben und kommerzielle Spin-offs.

Für die österreichischen Unternehmen bietet diese Investition eine langfristige geschäftliche Perspektive auf Basis eines in Österreich etablierten Geschäftsmodells. Für Bosnien und Herzegowina und die Universität ist das Projekt eine Möglichkeit, sich auf der internationalen Forschungslandkarte als Servicepartner zu positionieren und Ausbildung sowie F&E im medizinischen Bereich entscheidend voranzubringen. Langfristig wird das Land profitieren, da dem System der medizinischen Versorgung besseres Fachwissen zur Verfügung steht und innovative Unternehmen entstehen.

Die Wirtschaftspartnerschaft ist zudem ein Beispiel dafür, wie aus klassischen Interventionen - hier dem langen hochschulpolitischen Engagement der OEZA - unternehmerische Initiativen entstehen können.

Projektnummer2550-08/2010
MittelherkunftOEZA
Sektor Gesundheit allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.