Rohstoffe fair und zirkulär 2019-2020



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Rohstoffe 2019Land: Austria Fördersumme: € 90.000,00Beginn: 01.01.2019Ende: 31.12.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die AG Rohstoffe ist ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die nationale, europäische und internationale Rohstoffpolitik mitzugestalten und zu einem bewussteren gesellschaftlichen Umgang mit nicht-erneuerbaren mineralischen Rohstoffen beizutragen. Das Projekt will Bewusstsein für die Probleme und Effekte von Rohstoffabbau und -verwendung für digitale Technologie-Produkte schaffen, sowie Lösungsansätze für deren Herstellung, Nutzung und Entsorgung entwickeln. Dialoge zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sowie Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit sollen dazu beitragen, dass Österreich auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag für sozial/ökologisch nachhaltigere Rohstoffproduktion, sparsamere Verwendung und intensiviertem Recycling leistet.


Erwartete Ergebnisse


- Vernetzung und Dialogforen durch Round-Tables und Briefing Paper (drei Unternehmen nehmen Empfehlungen in ihre Firmenpolitiken auf)

- Inputs zur Umsetzung der relevanten nationalen/ europäischen und UN-Prozesse (schriftliche Eingaben, Vorort-Präsenz und Monitoring-Initiativen, Good-Practice-Berichte)

- Informationsarbeit zu ökologischen und sozialen Auswirkungen von Rohstoffabbau, -verarbeitung, -nutzung und unsachgemäßer Entsorgung sowie über konkrete Handlungsmöglichkeiten (12 Berichte in nationalen Medien mit großer Reichweite).

- Ein umfassendes Aktionspaket für Schulen steht zur Verfügung (Projektarbeit).

- Sensibilisierung und Befähigung von MultiplikatorInnen (JugendarbeiterInnen, Betriebsräte, GewerkschafterInnen, Umwelt- und AbfallberaterInnen usw.)

- Workshops mit lokalen Reparaturinitiativen / Repaircafes geben konkrete Impulse zum Aktivwerden.


Zielgruppe


Das Vorhaben richtet sich an Unternehmen sowie deren Interessensvertretungen und Verbände, PolitikerInnen und Verwaltung, ForscherInnen, JournalistInnen, Pädagog/innen, MultiplikatorInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft und wird österreichweit umgesetzt, ist aber auch international vernetzt. Insgesamt werden rund 30.000 Personen (vorwiegend MultiplikatorInnen) direkt erreicht, via Medienarbeit wird eine Reichweite von rd. 1 Mio. Menschen erzielt.

Die AG Rohstoffe besteht aus Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar (Lead), GLOBAL 2000, weltumspannend arbeiten, Jane Goodall Institut Austria und RepaNet-Interessensvertretung Reparaturnetzwerke und Reparaturinitiativen und Finance & Trade Watch (FT Watch). Wissenschaftlich unterstützt und begleitet wird das Bündnis durch die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) und das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM).

Das Projekt wird österreichweit umgesetzt und ist international gut vernetzt. Auf europäischer/internationaler Ebene ist das Projekt u.a. in die Netzwerke Good Electronics Network (zivilgesellschaftliches Nord-Süd-Netzwerk), Electronics Watch (europäisches Netzwerk von öffentlichen Körperschaften, die in der Beschaffung ihrer Elektronikprodukte entsprechende Kriterien anwenden und gemeinsam überprüfen), in das Friends of the Earth u. Jane Goodall- Netzwerke sowie CIDSE (Dachverband katholischer Hilfswerke) eingebettet.


Maßnahmen


(1) Vernetzung, Politik- und Wirtschaftsdialog: Die AG Rohstoffe etabliert sich als Fachnetzwerk der Zivilgesellschaft und bringt sich konstruktiv in den Politik- und Wirtschaftsdialog zur Thematik auf nationaler, EU- und UN-Ebene ein. NGOs aus dem globalen Süden wird der Zugang zu Foren ermöglicht, drei Unternehmen nehmen Empfehlungen in ihre Firmenpolitiken auf. Die Vernetzung mit wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und Netzwerken zur SDG-Umsetzung sollen gestärkt werden.

(2) Bewusstseinsbildung: Mittels Journalistinnen-Workshops und einer Speaker-Tour mit außereuropäischen Gästen sollen die Probleme des Rohstoffabbaus, -verwendung, -nutzung und Entsorgung anschaulich gemacht und positive Ansätze/Alternativen (Ökodesign/ Reparatur-Netzwerke) aufgezeigt werden. Ein interaktives Schulpaket soll zu fächerübergreifenden Schul-Projekten anregen, MultiplikatorInnen-Seminare involvieren neue/interessierte TeilnehmerInnen. Eine Schwerpunktwoche, eine Leuchtturm-Veranstaltungen (z.B. SDGs und Rohstoffe) sowie die Speakers-Tour garantieren die Sichtbarkeit des Projektes und tragen die Themen in die Breite.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von EUR 123.300,- in der Höhe von Euro 90.000,- (73,00% des Gesamtvolumens) mit einer Laufzeit von 2 Jahren gefördert.

Projektnummer2398-04/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied90000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.