Rohstoffwende



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - Rohstoffe 2020Land: Austria Fördersumme: € 150.000,00Beginn: 01.02.2021Ende: 31.12.2023

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt will Bewusstsein für den Umgang mit mineralischen Rohstoffen in digitalen Technologie-Produkten schaffen. Inhaltlich stehen dabei der verantwortungsvolle Verbrauch und die Auswirkungen von Rohstoffimporten aus dem globalen Süden im Fokus. Dialoge zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sowie Bewusstseinsbildung in der Öffentlichkeit sollen dazu beitragen, dass sich Österreich auf verschiedenen Ebenen für sozial und ökologisch nachhaltigere Rohstoffpolitiken einsetzt. Die ARBEITSGEMEINSCHAFT ROHSTOFFE ist ein Bündnis österreichischer NGOs, das sich zum Ziel gesetzt hat, nationale, europäische und internationale Rohstoffpolitik mitzugestalten und zu einem bewussteren gesellschaftlichen Umgang mit nicht-erneuerbaren mineralischen Rohstoffen beizutragen.


Erwartete Ergebnisse


- Resultat 1: Die AG Rohstoffe bringt sich als kompetentes Bündnis der organisierten Zivilgesellschaft in Vernetzungen und Dialogforen mit den Ziel- und Dialoggruppen des Projektes ein und eröffnet derartige Diskussionsräume.


- Resultat 2: Die AG Rohstoffe verfolgt relevante nationale politische Prozesse sowie die österreichische Umsetzung von relevanten EU-Gesetzgebungsprozessen und UN-Prozessen sowie anderer Initiativen (z.B. Soft-Law-Instrumenten, Nationale Aktionspläne) und bringt sich aktiv in deren Ausgestaltung ein.


- Resultat 3: Am Lernort Schule und für die außerschulische Bildungsarbeit steht ein umfassendes Aktionspaket zur Verfügung, das LehrerInnen und GruppenleiterInnen gerne auf¬greifen und im Unterricht, in fächer¬über¬greifenden Projekten sowie in der Kinder- und Jugendarbeit anwenden.


- Resultat 4: MultiplikatorInnen der Mitgliedsorganisationen und BündnispartnerInnen der AG Rohstoffe (im Wesentlichen außerhalb des entwicklungspolitischen Bereichs wie JugendarbeiterInnen, Betriebsräte, GewerkschafterInnen usw.) sind zu den Themen des Projekts sensibilisiert und dazu befähigt, mit ihren Ziel- und Dialoggruppen dazu zu arbeiten.


Resultat 5 (trägt zur Erreichung von Ziel 3 bei):

Die österreichische Öffentlichkeit ist stärker als bisher über die gravierenden ökologischen und sozialen Auswirkungen von Rohstoffabbau, -verarbeitung und unsachgemäße Entsorgung informiert; Lösungsansätze, Good Practices sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten wurden bekannt gemacht.

 


Zielgruppe


o Kinder und Jugendliche, vor allem Mädchen und junge Frauen (1000 direkt über Schulaktionstage, Workshops, Projekte, Videos, Webinare und 12 000 indirekt über MultiplikatorInnen – siehe nächster Punkt)

o MultiplikatorInnen, zu denen die Mitglieder der AG Rohstoffe schon jetzt Zugang haben (constituencies)

(insgesamt min. 500 Personen der direkten Ziel- und Dialoggruppe im Projekt, mehr als 1,2 Mio. Personen indirekt über eigene Medien bzw. Kommunikationskanäle von ArbeitnehmervertreterInnen, im Wesentlichen außerhalb des entwicklungspolitischen Bereichs)

o 20.300 PädagogInnen via Mailverteiler, Schulverteiler, Weiterbildungen und PädagogInnen-Datenbank

o Unternehmen sowie deren Interessensvertretungen und Verbände (20 direkt und 700 indirekt über Interessensvertretungen und Verbände bzw. deren interne Kommunikationsmedien)

o PolitikerInnen und Verwaltung (30 Personen direkt und 80 indirekt über interministerielle Zusammenarbeit/Arbeitsgruppen, (Unter ) Ausschüsse im Parlament, EU-Facharbeitsgruppen etc.)

o ForscherInnen (10 direkt und 50 indirekt über Institute und Forschungsgruppen)

o JournalistInnen (15 direkt als Teilnehmende von Workshops und Reisen sowie 8000 indirekt über Aussendungen sowie indirekt 3 Mio. Views von MedienkonsumentInnen)

o VertreterInnen der organisierten Zivilgesellschaft (50 direkt als Teilnehmer/innen bei Veranstaltungen und 300 indirekt über Dachverbände, Mailinglisten, Arbeitsgruppen usw.)

Es werden insgesamt rund 50.000 Personen (insbesondere MultiplikatorInnen) direkt bzw. via Medienarbeit rund 1,2 Mio Personen indirekt erreicht.


Die AG Rohstoffe besteht aus Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar (Lead), GLOBAL 2000, weltumspannend arbeiten, Jane Goodall Institut Austria und RepaNet-Interessensvertretung Reparaturnetzwerke und Reparaturinitiativen und Südwind. Darüber hinaus findet österreichische Vernetzung zur Thematik über die Dachverbände (AG Globale Verantwortung, Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO), Ökobüro, Umweltdachverband, Gewerkschaften, Arbeiterkammer) statt. Wissenschaftlich unterstützt und begleitet wird das Bündnis durch die Österreichische Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) und das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (BIM).

Das Projekt wird österreichweit umgesetzt und ist international gut vernetzt. Die Mitglieder der AG Rohstoffe sind Teil von Netzwerken wie Good Electronics Network, Electronics Watch, Friends of the Earth, Jane Goodall- Netzwerke, CIDSE (Dachverband katholischer Hilfswerke) u.a..


Maßnahmen


Die Aktivitäten werden in 3 Modulen umgesetzt:

o Modul 1 – Vernetzung, Politik- und Wirtschaftsdialog:

Die AG Rohstoffe etabliert sich als Fachnetzwerk der Zivilgesellschaft und bringt sich konstruktiv in den Politik- und Wirtschaftsdialog zur Thematik auf nationaler, EU- und UN-Ebene ein. Die Vernetzung von Zivilgesellschaft mit wissen¬schaftlichen Forschungseinrichtungen und Netzwerken zur SDG-Um¬setzung (SDG-Watch, relevante interministerielle Implementierungsstrukturen) sollen gestärkt werden.

o Modul 2 – Bildung & Bewusstseinsarbeit:

Ein interaktives Schulpaket für Schulen, Berufsschulen (Schwerpunkt metallverarbeitende Berufe) sowie für die außerschulische Jugendarbeit (Materialien, LehrerInnen-Fortbildungen, Speakers‘ Tour, Erstellung Video, Seminare, Exkursion) soll auch zu fächerübergreifenden (Schul-)Projekten anregen.

o Modul 3 – Medienarbeit & Kampagne:

Mittels Pressearbeit und JournalistInnen-Workshops sollen die Probleme des Rohstoffabbaus,-verwendung, -nutzung und Entsorgung anschaulich gemacht und positive Ansätze/Alternativen (Kreislaufwirtschaft, Ökodesign, Reparatur-Netzwerke) aufgezeigt werden. Schwerpunktwoche (inkl. Leuchtturm-Veranstaltung) mit Speakers-Tour und öffentliche Aktionen garantieren die Sichtbarkeit des Projektes und tragen die Themen in die Breite. Durch gezielte Kampagnenarbeit wird ein Momentum für konkrete Veränderungen aufgebaut.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von EUR 187.500,- in der Höhe von Euro 150.000,- (80,00% des Gesamtvolumens) mit einer Laufzeit von 35 Monaten gefördert.

Projektnummer2398-04/2021
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied150000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.