SA-NIG-CEST - Aufbau einer Wertschöpfungskette und eines Ökosystems um Fackelgas in Nigeria zu vermeiden



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - ETEFA GmbHLand: Nigeria Fördersumme: € 500.000,00Beginn: 01.12.2017Ende: 30.11.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Ziel des Projektes ist es, die Gasabfackelung zu reduzieren indem ein Markt für die Nutzung von Fackelgas entwickelt wird und effiziente gasbasierte Transport- und Energielösungen angeboten werden.


Erwartete Ergebnisse


Langfristig soll durch die Nutzung von Fackelgas einerseits der Ausstoß von CO2 radikal verringert und ein aktiver Beitrag zu Klimaschutz und -anpassung geleistet werden. Damit werden die Lebensbedingungen der Menschen im Nigerdelta verbessert. Andererseits soll die Nutzung von Fackelgas zu einem nachhaltigeren öffentlichen Transportsystem führen. Alleine durch das Projekt werden 792 MTonnen CO2 eingespart


Mittelfristige Ergebnisse:

* zwei Prototypen (je ein fackelgasbetriebener Bus und LKW) wurden im Sinne von frugaler Innovation den lokalen Bedürfnissen und Gegebenheiten entsprechend entwickelt und sind im Einsatz;

* im Sinne einer Skalierung liegen mind. 3 weitere Aufträge zur Umrüstung vor;

* eine Lieferkette wurde aufgebaut;

* Rahmenbedingungen wie Anreize und Regulierungen wurden von staatlicher Seite aus eingeführt;

* bei den lokalen Partnern wurden Kapazitäten im Bereich Technik und Motorenumrüstung entwickelt und Bewusstsein hinsichtlich Fackelgas geschaffen

 


Zielgruppe


Von dem Projekt profitieren min. 50 Institutionen und über 800.000 Personen durch verbesserten Transport und Umwelt. Es werden 50 Jobs geschaffen. Diese Zahlen werden sich langfristig vervielfachen.


Maßnahmen


1. Etablierung einer lokalen Lieferkette für die Gewinnung und Vermarktung von Fackelgas.

2. Prototypenentwicklung / Umsetzung des Pilotprojektes: Mit lokalen Partnern werden ein Bus und LKW auf Fackelgasbetrieb umgerüstet.

3. Testen und Anpassen des Geschäftsmodells im Sinne von Business Model Innovation und einer Skalierungsstrategie.

4. Bewusstseinsbildung, Lobbying und Aufbau starker Netzwerke zur Förderung und Schaffung von Regulierungen und Anreizen zur Nutzung von Fackelgas. Es wird eine sehr enge Zusammenarbeit mit lokalen Ministerien und der Weltbank / Global Gas Flaring Reduction Partnership geben. Zudem baut die Projektstrategie eng auf dem NDC (nationally determined contribution) von Nigeria auf.

5. Etablierung von langfristigen Partnerschaften für die lokale Überholung und Fertigung von Bussen und Lkws.


Das Projekt wird in der ersten Stufe in Lagos und im Niger Delta (Ebedie) umgesetzt. Das Projekt hat enormes Skalierungspotential. Der Ansatz wird mittelfristig in ganz Nigeria ausgerollt.

 


Hintergrundinformation


Durch das Abfackeln von Erdgas, das bei der Förderung von Öl entsteht, entstehen in Nigeria bis zu 50 Millionen Tonnen Kohlendioxid, Luft und Erde werden verschmutzt.

Projektnummer2550-36/2017
MittelherkunftOEZA
Sektor Energiegewinnung, -Verteilung und -Effizienz, allgemein
Tied350000
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 2, Climate change mitigation: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.