Safe Migration and Reduced Trafficking (SMART)



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Cambodia Fördersumme: € 57.000,00Beginn: 01.03.2012Ende: 31.08.2015

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt ‚Safe Migration and Reduced Trafficking’ in Kambodscha hat das Ziel, sichere Migration zu fördern und Menschenhandel entgegenzusteuern. Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen und lokalen Regierungsstellen sollen dahingehend gestärkt werden, die sichere Migration von besonders gefährdeten gesellschaftlichen Gruppen zu fördern.

Von den insgesamt 13,4 Millionen Menschen, die in Kambodscha leben, sind ca. 27% MigrantInnen (3,6 Millionen). Meist migrieren junge Frauen und Männer aus ländlichen Gebieten in die Stadt, oder in benachbarte Länder (Thailand, Vietnam), um Arbeit zu suchen. Mobilität an sich stellt oftmals eine erfolgreiche Strategie zur Armutsbekämpfung dar, ist also aus entwicklungspolitischer Sicht durchaus positiv. ‚Unsichere Migration’ jedoch - Menschen, die aus einer Situation der Not und ohne ausreichend Informationen, Ressourcen oder Kenntnisse abwandern – ist gefährlich, da sie das Risiko, Ausbeutung oder Menschenhandel zum Opfer zu fallen, deutlich erhöht. Studien bestätigen, dass ‚unsichere Migration’ in Kambodscha mit einem Mangel an Information und unrealistischen Erwartungen einhergeht.

Zielgruppen des Projekts sind vor allem potenzielle MigrantInnen (junge Frauen und Männer). Sie sollen in ihrer Entscheidung zu migrieren sowie in der Planung dieses Schritts unterstützt werden. Außerdem werden Eltern miteinbezogen, da diese oft eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess einnehmen. Eine weitere Zielgruppe sind lokale Regierungsstellen und zivilgesellschaftliche Organisationen (inklusive Polizei, SozialarbeiterInnen, RichterInnen, etc.), die über die nationale Gesetzgebung und ihre jeweilige Rolle in deren Implementierung ausgebildet werden. Sogenannte ‚gatekeepers’, also wichtige Personen in der Gemeinde, werden ebenfalls angesprochen. Als wichtige Ansprechpartner für Gesetzesänderungen bzw. die Verfügbarkeit von Mitteln zu deren Implementierung gelten nationale Regierungsstellen, z.B. das Anti-Trafficking Komittee.

Projektnummer2325-08/2012
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.