Schutz der MenschenrechtsverteidigerInnen in El Salvador



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: El Salvador Fördersumme: € 51.700,00Beginn: 01.01.2015Ende: 30.06.2017

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Schaffung von Kapazitäten zum physischen und psychischen Schutz der Aktionen der MenschenrechtsverteidigerInnen im ‚Departamento‘ Cuscatlán, El Salvador.

Das Land ist nach wie vor mit großen sozialpolitischen Problemen konfrontiert: alltägliche Gewalt (durchschnittlich sterben täglich acht Menschen eines gewaltsamen Todes); androzentrische Sozialstrukturen; Chancenungleichheit in vielen Bereichen für Frauen; große Armut in ländlichen Gebieten.

MenschenrechtsverteidigerInnen (meistens VerteidigerInnen der Frauenrechte) werden bedroht und in ihrer Arbeit behindert. Häufig kommt es dabei zu einer Konspiration zwischen den Gewalttätern und amtlichen Stellen (vor allem wenn die Opfer Frauen sind). Die an sich zufriedenstellende Rechtssprechung bezüglich der Gewalt gegen Frauen wird häufig von den Gerichten und Polizei nicht angewendet.

MenschenrechtsvertreterInnen und vor allem PromotorInnen der Frauenrechte werden häufig nicht ernst genommen und diskriminiert. Viele Frauen kennen nicht ihre Rechte und können diese daher nicht einfordern.

Zielgruppen: 80 Verteidigerinnen des Netzwerkes für die Verteidigung der Menschenrechte in Cuscatlán, 300 organisierte Frauen von 11 Frauenorganisationen in Cuscatlán, 25 Funktionäre von 16 Gemeinden und mindestens 20 bedrohte Frauenrechtsverteidigerinnen aus El Salvador und Mittelamerika.

Erwartete Resultate:

1. Menschenrechtsverteidigerinnen und organisierte Frauen im Gebiet Cuscatlán verfügen über eine temporäre geschützte Unterkunft und über ein Weiterbildungszentrum.

2. Die Risiken für die Frauen des Menschenrechtsverteidigerinnennetzwerkes von Cuscatlán und Mittelamerika konnten verringert werden.

3. Die Menschenrechtsverteidigerinnen verfügen über Mechanismen und Instrumente zur Anklage von Menschenrechtsverletzungen und Kontrolle, sowie zu ihrer Unterstützung und sozialen Anerkennung.

Projektnummer2325-01/2015
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 2, Democracy: 2, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.