Sexuelle und reproduktive Gesundheit in der Nördlichen Autonomen Karibikregion Nicaraguas



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Nicaragua Fördersumme: € 392.700,00Beginn: 01.01.2011Ende: 30.06.2014

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Wahrnehmung der sexuellen und reproduktiven Rechte der Jugendlichen und Heranwachsenden in der Provinz Chinandega und den Autonomen Atlantikregionen Nicaraguas.

In den beiden Regionen beträgt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau 3,5 (im Landesdurchschnitt ca. 2,75). 35% der Schwangerschaften werden von Mädchen unter 16 Jahren ausgetragen, ca. 20% aller neuen HIV-Fälle sind Mädchen unter 21 Jahre, 25% aller sexuell übertragbaren Erkrankungen betreffen Jugendliche und Heranwachsende. Mädchen und Frauen sind Opfer sexueller Gewalt (ca. 30% aller Frauen wurden in ihrer Jugend Opfer sexueller Gewalt, über 50% haben sexuelle Gewalt während ihres Lebens erfahren).

Gründe für diese Situation: unzureichende Sexualerziehung; Unkenntnis der sexuellen und reproduktiven Rechte; eine auf Erwachsenen zentrierte Gesellschaftsstruktur, in der die Interessen von Frauen und Jugendlichen untergeordnet werden; mangelnde Initiativen zur Gleichstellung der Frauen.

Resultate:

- Jugendliche und Heranwachsende sind sich ihrer reproduktiven und sexuellen Rechte bewusster geworden und haben ihre Kenntnisse und Einstellungen gegenüber der Thematik verbessert.

- Die Netzwerke und Vereine von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche sich der Einhaltung der Rechte im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit annehmen, sind gestärkt worden. - Eine Interventionsstrategie um die Gesundheitsvorsorge der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Gesundheitsstationen sowie die Sexualerziehung in den Schulen zu verbessern, ist den nationalen, regionalen und lokalen Autoritäten präsentiert worden.

Zielgruppen:

Ca. 290.000 Jugendliche und Heranwachsende zwischen 12 und 25 Jahren der Zielgebiete unter Priorisierung der jungen Frauen und Mädchen (in der Nördlichen Atlantikregion: 140.000 und in Chinandega: 150.000 Jugendliche und junge Erwachsene).

Projektnummer2325-02/2011
MittelherkunftOEZA
Sektor Bevölkerungspolititk/-programme und reproduktive Gesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.