So:Fair – Sozial-faire Beschaffung für SDGs 2019-2020



Projektträger: Arbeitsgemeinschaft - So:Fair–Initiative für soziale und faire Beschaffung 2019-2020Land: Austria Fördersumme: € 60.000,00Beginn: 01.04.2019Ende: 31.03.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt verfolgt das übergreifende Ziel, die Nachfrage nach sozial-fairen Produkten zu steigern und damit verbunden zu einer Erreichung der SDGs beizutragen. Es zielt auf die Stärkung der sozial-fairen Beschaffung in Österreich. Beschaffungsverantwortliche sollen bei der Implementierung einer sozial fairen Beschaffungspraxis unterstützt, Netzwerke gestärkt und die Öffentlichkeit sensibilisiert werden. Gemeinden, Städte, Regionen, Organisationen und Unternehmen können durch sozial-faire und nachhaltige Beschaffung einen Beitrag zu besseren Arbeitsbedingungen und Armutsminderung weltweit leisten, nachhaltiges Wirtschaften fördern sowie Vorbildfunktion übernehmen.


Erwartete Ergebnisse


Pilotregionen für sozial-faire Beschaffung sind etabliert, Pilotorganisationen beschaffen sozial-fair und haben eine Vorbildwirkung. Das Angebot an sozial-fairen Produkten für öffentliche Auftraggeber ist erweitert. Ein österreichweiter Lehrgang für sozial-faire und ökologische Beschaffung wird entwickelt und durchgeführt, Materialien für die Wissensvermittlung stehen langfristig zur Verfügung. Das Netzwerk der sozial-fairen Beschaffung ist gestärkt, sozial-faire Beschaffung ist öffentlich sichtbar und die Öffentlichkeit ist sensibilisiert. Die Website der Informations-Plattform in Österreich für sozial-faire Beschaffung wird relaunched.


Direkt erreichte Personen: 40 MitarbeiterInnen der Gemeinden und Pilotregionen; 24 Kontaktpersonen/Organisationen; 12 Ansprechpersonen von Pfarren; 8 Landesräte, Beschaffungsverantwortliche; 4 Ansprechpersonen bei Plattformen; 15-20 TeilnehmerInnen des E-Learning Kurses¸ 300 VeranstaltungsbesucherInnen, 18.000 NewsletterempfängerInnen, Website-BesucherInnen etc.


Indirekt erreichte Personen: 1.200 GemeindebürgerInnen/Gemeindeverwaltung; 800 BürgerInnen/ Organisationen; 400 Mitglieder; rd. 1.000 KundInnen der Angebotsplattformen; 2.000 durch Netzwerk (Veranstaltungen,Seminar,Lobbying); 500.000 via Medienberichterstattung.

 


Zielgruppe


Zielgruppen: Primär Beschaffungsverantwortliche auf Bundes-, Länder-, Gemeindeebene und von öffentlichen Einrichtungen, außerdem EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Verwaltung, Hochschulen, Organisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen, Pfarren, Angebotsplattformen für öffentliche Beschaffung, Sozialpartner auf Bundes- und Landesebene sowie eine interessierte allgemeine Öffentlichkeit.


Partner/ Koooperation: Das Netzwerk unter der Marke „SO:FAIR verfügt über ein (inter)nationales Netzwerk, insbesondere im Bereich Lebensmittel, Textilien und Steine. Im Bereich der IT-Geräte wurde 2015 die internationale Kontrollinitiative Electronic Watch mitaufgebaut. Mit den relevanten Playern für öffentliche Beschaffung/ Angebotsplattformen soll die Zusammenarbeit etabliert werden.


Regionale Ausrichtung: österreichweit


Maßnahmen


Aufbauend auf Ergebnissen und Erfahrungen der Vorjahre werden erarbeitete Instrumentarien und Maßnahmen der SO:FAIR-Initiative 2019-20 weiterentwickelt.

Es werden (1) Pilotregionen für sozial-faire Beschaffung in den Bundesländern etabliert, (2) Pilotorganisationen für sozial-faire Beschaffung präsentiert, (3) Angebotskataloge um sozial-faire Produkte erweitert, (4) ein österreichweiter Lehrgang für sozial-faire und ökologische Beschaffung entwickelt und durchgeführt und Materialien für die Wissensvermittlung zur Verfügung gestellt, (5) das sozial-faire BeschafferInnen-Netzwerk gestärkt sowie durch (6) begleitende Öffentlichkeit (inkl. Erneuerung der Website zur österreichweiten Informationsplattform) Sichtbarkeit gewährleistet.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 106.500,- mit Euro 60.000,- (56,34% des Gesamtvolumens) für die Laufzeit von 2 Jahren gefördert.

Projektnummer2398-03/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied60000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.