Soziale Entrepreneurship in der Landwirtschaft als Modell zur Armutsreduktion



Projektträger: Samariterbund Österreich Rettung und Soziale Dienste gemeinnützige GmbHLand: Serbia Fördersumme: € 250.000,00Beginn: 01.10.2019Ende: 30.09.2021

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projektes ist die Armutsreduktion und sozio-ökonomische Stärkung kleinbäuerlicher Haushalte durch die Schaffung von Produktions-, Verarbeitungs- und Lagerkapazitäten und Gründung einer Sozialkooperative. (Beitrag zu SDGs 1, 5 und EU GAP II Objective 15)


Erwartete Ergebnisse


1) Gesteigerte Kapazitäten von KleinbäuerInnen und Frauen in den Bereichen landwirtschaftliche Produktion, Lagerung, Weiterverarbeitung und Vermarktung sowie Unternehmertum

2) Verbesserung der sozioökonomischen Position von KleinbäuerInnen durch Zusammenarbeit und Nutzung der Ressourcen des neu gegründeten Sozialunternehmens


Zielgruppe


Zielgruppe des Projekts sind 100 KleinbäuerInnen und ihre Familien in Novi Pazar sowie 20 Frauen aus ländlichen Gebieten. Die Gruppe der indirekt Begünstigten umfasst die lokalen Selbstverwaltungen der am Projekt teilnehmenden Stadt Novi Pazar und Gemeinden sowie auch den Verband landwirtschaftlicher ProduzenteInnen.


Maßnahmen


KleinbäuerInnen erhalten Schulungen zu den Themen landwirtschaftliche Produktion, Verarbeitung und Lagerung des Endprodukts und soziales Unternehmertum. Durch die Schulungen und laufendes Mentoring werden sie in der Lage sein, erarbeitete Businesspläne für ihre Kleinbetriebe umzusetzen. Die Gründung der Sozialkooperative in der Projektregion, basierend auf den Prinzipien des sozialen Unternehmertums, soll den kleinbäuerlichen Haushalten über Lagerkapazitäten und gesteigertes Wissen hinaus einen stärkeren Auftritt und den gemeinsamen Vertrieb ihrer Produkte ermöglichen. Zusätzlich werden einige Frauen aus ländlichen Gebieten als separate Gruppe spezielle Trainings besuchen, um durch die Vermarktung ihrer selbst hergestellten landwirtschaftlichen Produkte ein eigenes Einkommen zu schaffen, da diese Frauen oftmals zum größten Teil wirtschaftlich von ihren Männern abhängig sind. Die Teilnahme an den Trainings soll die Frauen wirtschaftlich stärken und ihnen dabei helfen, mehr Unabhängigkeit zu erlangen, selbst Entscheidungsfindungen zu übernehmen und ihre Lebensbedingungen durch den Beitritt zu sozialen Genossenschaften zu verbessern.


Hintergrundinformation


Das Projekt ist in der Region Novi Pazar, im südwestlichen Teil Serbiens angesiedelt, in welchem die Menschen größtenteils von der Landwirtschaft leben. Aufgrund mangelnden Zugangs zu Weiterbildung in Bezug auf Anbaumethoden und unternehmerische Fähigkeiten stellt sich die wirtschaftliche Situation der Kleinbauern oft schwierig dar.

Himbeeren sind eines der wichtigsten Exportprodukte Serbiens. Das Klima und andere natürliche Voraussetzungen des Gebietes von Novi Pazar sind für den Anbau von Himbeeren sehr gut geeignet. Himbeeren sind ein für kleinbäuerliche Haushalte gut geeignetes Produkt, das ausreichend Gewinn generieren kann, um die Existenz eines durchschnittlichen Haushalts zu sichern. Die Kooperative bzw. das Sozialunternehmen sollen durch Steigerung der Lagerkapazitäten, unternehmerisches Wissen, gemeinsame Vermarktung, etc. die Lebensgrundlage aller begünstigten Haushalten sichern.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 65 Prozent.

Projektnummer8108-04/2019
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Democracy: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.