Stärkung des Gemeinwesens und Unterstützung für besonders gefährdete Familien in Tavush/Armenien



Projektträger: SOS-KinderdorfLand: Armenia Fördersumme: € 150.000,00Beginn: 01.07.2015Ende: 30.06.2018

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Stärkung von armutsbetroffenen oder –gefährdeten Familien in der Region Tavush im Nordosten Armeniens.

SOS-Kinderdorf versucht seit mehr als 25 Jahren die Situation von Familien und Kindern in Armenien zu verbessern. 2006 wurde in der Region Tavush (Idjevan), zusätzlich zu den klassischen Angeboten von SOS-Kinderdorf (Kinderdorffamilien, Jugendeinrichtungen), ein Familienstärkungsprogramm gestartet. Derzeit sind 360 Kinder aus 158 Familien in das Programm eingebunden. 80 Familien und 185 Kinder haben den Weg aus der Krise bereits geschafft und führen ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben.

Das bestehende Familienstärkungsprogramm wird nun um den Einzugsbereich rund um die Städte Berd und Noyemberyan (insgesamt ca. 15.000 Einwohner) erweitert. 400 Kinder, mehr als 200 Familien, davon 100 Alleinerzieherinnen, sollen in diesen abgelegenen Gebieten erreicht und mit gezielten Fördermaßnahmen unterstützt werden.

Erwartete Resultate:

1) 400 Kinder und 200 Familien werden durch direkte Serviceleistungen (materieller, gesundheitlicher, schulischer und rechtlicher Natur) gestärkt.

2) Eltern und Erziehungsberechtigte haben ihre 'elterlichen Fähigkeiten' verbessert.

3) Familien und insbesondere Frauen sind wirtschaftliche 'empowert'.

4) Die Kompetenzen relevanter staatl. Institutionen zum Thema 'verwundbare Kinder und Familien' sind gestärkt.

5) Das (vorhandene) Netzwerk 'Child protection networking' ist gestärkt und anwaltschaftliche Maßnahmen wurden durchgeführt.

Insgesamt erreicht das Projekt ca. 750 Personen direkt (Kinder und deren Familien, alleinerziehende Frauen, SpezialistInnen/SozialarbeiterInnen); zusätzlich profitieren ca. 1.500 EinwohnerInnen aus den drei Dörfern (Idjevan, Berd, Noyemberyan) von den Maßnahmen und Angeboten (Besuch der Job-Messen, Involvierung in anwaltschaftliche Aktivitäten, Feste, Infoveranstaltungen).

Projektnummer8108-02/2015
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Poverty: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.