Stärkung indigener Rechte



Projektträger: HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für EntwicklungszusammenarbeitLand: Brazil Fördersumme: € 126.600,00Beginn: 01.01.2006Ende: 30.06.2009

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die etwa 734.000 IndianerInnen Brasiliens, die 236 verschiedenen indigenen Völkern angehören, stellen eine Minderheit dar, deren Lebensbedingungen schlecht sind und deren Armutsindikatoren weit unter dem Durchschnitt liegen, auch wenn ihnen in der Verfassung von 1988 das Recht auf Land und kulturelle Eigenständigkeit zugesichert wurde.


Oberziel des Projekts ist es, zur Reduktion der Armut bei den indigenen Völkern Brasiliens beizutragen, indem ihre Rechte gestärkt und ihre soziale, wirtschaftliche und kulturelle Nachhaltigkeit gefördert wird. Das Projektziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen der indigenen Völker Brasiliens, mittels konkreter Fortschritte in den Bereichen Landrechte, Autonomie und Unterstützung durch die brasilianische Gesellschaft. Dafür werden folgende Aktivitäten gesetzt: Verteidigung der Landrechte und anderer indigener Rechte, Ausbildung von indigenen VertreterInnen über ihre Rechte, wirtschaftliche Alternativen etc., Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying. Die direkte Zielgruppe wird auf 100.000 IndianerInnen geschätzt. Durch die Ausbildung der Zielgruppe ist der Multiplikator-Effekt hoch. Durch die Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit soll die Sympathie und Unterstützung für die indigenen Völker im eigenen Land erhöht werden. Das Projekt unterstützt auch eine bereits bestehende ständige Kampagne des Projektpartners, die ebenfalls Bewusstseinsbildung in der brasilianischen Gesellschaft leistet.


Einerseits werden die lokalen Kapazitäten durch die Ausbildung der Zielgruppe gestärkt. Andererseits werden auch die ProjektmitarbeiterInnen ständig fortgebildet, es wird 3 mal jährlich Ausbildungsworkshops der Projektverantwortlichen aus den verschiedenen Regionen geben.

Projektnummer2325-08/2006
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.