Strategische Partnerschaft CARE 04.2024-03.2029 - Programm zur Stärkung von Geschlechtergerechtigkeit und Resilienz - GEAR



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe Land: Eastern Africa, regional/multi-country Fördersumme: € 2.800.000,00 Beginn: 01.04.2024 Ende: 31.03.2029

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Förderung von Eigenständigkeit und Resilienz marginalisierter Frauen, Mädchen und Jugendlichen in Norduganda und Ost-Ruanda.


Erwartete Ergebnisse


Positive Geschlechternormen schützen Frauen und Mädchen und stärken Geschlechtergerechtigkeit sowie die sozialen und wirtschaftlichen Rechte von Frauen und Mädchen in den Gemeinden; Marginalisierte Frauen, Mädchen und Jugendliche haben nachhaltige und menschenwürdige Einkommensmöglichkeiten; - Frauen und Mädchen haben mehr Mitspracherecht und Führungspositionen, um Entscheidungen zu beeinflussen und wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Prioritäten umzusetzen; Das Wissen über erfolgreiche Ansätze zur Transformation von Geschlechternormen und zur Stärkung der Rolle der Frau wird auf Programm-, nationaler und internationaler Ebene verbreitet.

 


Zielgruppe


Direkt Begünstigte sind mindestens 57.000 Frauen und Mädchen, Männer und Burschen in städtischen und stadtnahen sowie in ländlichen Gebieten und Flüchtlingssiedlungen. In beiden Ländern wird die Anzahl der Begünstigten pro Standort relativ gleichmäßig aufgeteilt sein. Zur Zielgruppe gehören besonders gefährdete Personen wie Mütter im Teenageralter, Überlebende von Gewalt oder von Gewalt bedrohte Personen, Menschen mit Behinderungen und Alleinerzieherinnen. Weiters adressiert das Programm Stakeholder (u. a. lokale Behörden, politische Entscheidungsträger*innen, Meinungsführer*innen, Marktakteur*innen und Mitarbeiter*innen von Frauenorganisationen). Indirekt wird GEAR etwa 180.000 Menschen in Uganda und 130.000 Menschen in Ruanda erreichen.


Maßnahmen


Die Aktivitäten werden Haushalte, Gemeinden und Entscheidungsträger*innen dabei unterstützen, Geschlechternormen zu verändern und die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben. Das Programm wird die Kapazitäten von Frauen, Mädchen und Jugendlichen (VSLA-Mitglieder/Spargruppen) verbessern, damit sie nachhaltige Kleinst- und Kleinunternehmen auf- und ausbauen und sie relevante Verbindungen zum Markt und zu Finanzdienstleistern etablieren können. Um nachhaltige und umfassende Wirkung zu erzeugen, werden Frauen und Mädchen in lokalen Gruppen, in Basis- und Frauenorganisationen dabei unterstützt, ihre Rechte einzufordern, z. B. durch gemeinsame anwaltschaftliche Arbeit und Community Score Cards, um die Verantwortlichen für die Erarbeitung und Umsetzung geschlechtergerechter sozioökonomischer Maßnahmen zur Rechenschaft zu ziehen. GEAR wird seine Partnerorganisationen und lokale Organisationen stärken, damit sie ihre Programme effektiver umsetzen können.


Hintergrundinformation


Das Vorhaben ist ein Folgeprogramm und baut auf den Erfolgen und Erfahrungen des Vorgängerprogramms auf. Obwohl sie in vielerlei Hinsicht einzigartig sind, stehen Uganda und Ruanda vor ähnlichen sozioökonomischen Herausforderungen. Beide Länder haben eine junge Bevölkerung und sind mit einer zunehmenden Urbanisierung und den Auswirkungen der Klimakrise konfrontiert. Beide Länder sind auf dem Index der menschlichen Entwicklung als "niedrig" eingestuft. Obwohl beide Länder in Bezug auf Gesetze zur Geschlechtergleichstellung relativ weit fortgeschritten sind, ist die Umsetzung auf lokaler Ebene oft unzureichend. Ungleiche Geschlechternormen durchdringen alle Ebenen der Gesellschaft, und Geschlechterungleichheit und Armut verschärfen geschlechtsspezifische Gewalt, insbesondere in den Haushalten. Viele Entscheidungsträger gehen nicht ausreichend auf die Prioritäten und Anliegen von Frauen und Mädchen ein. Lokalen Organisationen, insbesondere Frauenorganisationen, fehlt es an finanzieller, technischer und organisatorischer Unterstützung, um ihre Mission zur Unterstützung ihrer Gemeinschaften wirksam umzusetzen. In Übereinstimmung mit den nationalen, Bezirks- und Stadtentwicklungsplänen wird GEAR Kleinst- und Kleinunternehmerinnen stärken, und einen Beitrag leisten zur finanziellen Inklusion, zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt, zur Förderung von Frauen in Führungspositionen und letztlich zu Geschlechtergerechtigkeit und Resilienz.


Das Programm trägt zu SDG 1, 5. 10 sowie zu EU GAP III bei.

Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80 Prozent.

Projektnummer 1980-01/2024
Mittelherkunft OEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität Project-type interventions
Marker Geschlecht: 2, Reproduktive Gesundheit: 1, Demokratie: 1, Armut: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.