Strengthening Resilience of Older People and Persons with Disabilities during COVID-19 and Future Disasters



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Europe, regional/multi-country Fördersumme: € 234.800,00Beginn: 15.11.2020Ende: 14.05.2024

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Stärkung der Resilienz von älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen in den Ländern des Westbalkans, um für die aktuelle Covid-19 Pandemie sowie für zukünftige Epidemien oder Katastrophen besser gerüstet zu sein.


Erwartete Ergebnisse


• Umfassende Hilfsmaßnahmen (Bereitstellung von Informationen über die Epidemie, deren Verlauf und Maßnahmen zum Schutz; Sachspenden; finanzielle und psychosoziale Unterstützung) für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen wurden gesetzt.

• Die Kapazitäten von zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Umsetzung lokaler Initiativen zur Verbesserung von sozialer Inklusion wurden gestärkt.

• Die Kapazitäten von Mitarbeiter_innen und Freiwilligen der nationalen Rotkreuzgesellschaften sowie von zivilgesellschaftlichen Partnern in den Bereichen psychosoziale Unterstützung (Psychosocial Support/ PSS), Cash and Voucher Assistance (CVA) und strategische Arbeit wurden gestärkt.

• Öffentliche Entscheidungsträger_innen wurden von CSO-Netzwerken bei der Erstellung und Verbesserung von Strategiepapieren unterstützt, um die Folgen der Pandemie zu minimieren und soziale Inklusion von älteren Menschen zu verbessern.


Zielgruppe


• 60.000 ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen;

• 60 zivilgesellschaftliche Organisationen;

• 300 Mitarbeiter_innen und Freiwillige der nationalen Rotkreuzgesellschaften und zivilgesellschaftlicher Partnerorganisationen;

• öffentliche Entscheidungsträger_innen aus mind. 25 öffentlichen Institutionen.


Maßnahmen


Psychosoziale Unterstützung (Psycho Social Support/ PSS) wird für ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen telefonisch und über virtuelle Kanäle angeboten. Neben der Förderung der mentalen Gesundheit werden auch Informationen über die Pandemie, die dazugehörigen Restriktionen und den Selbstschutz (unter anderem zur Prävention von häuslicher Gewalt) zur Verfügung gestellt. Außerdem werden Hilfsgüter und monetäre Unterstützung (CVA) verteilt.

60 zivilgesellschaftliche Organisationen erhalten Zuschüsse, um soziale Inklusion und Selbstschutzstrategien für ältere Menschen und Personen mit Behinderungen zu fördern. Weiters wird dadurch die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden gefördert, um flexible und nachhaltige Regelungen zur besseren Teilhabe an Planungsprozessen und dem Einsatz während der Covid-19 Pandemie und für zukünftige Katastrophen zu schaffen.

Für Mitarbeiter_innen und Freiwillige der Projektpartner werden Ausbildungen angeboten um ihnen zu ermöglichen, dauerhafte, zuverlässige und effektive psychosoziale Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung (zunächst telefonisch und virtuell) anbieten zu können. Dies umfasst ebenfalls Unterstützung für das eigene Personal nach belastenden Einsätzen. Außerdem wird eine Ausbildung zur Verteilung von monetärer Unterstützung angeboten.

Eine Studie zu den Auswirkungen der Covid-19 Pandemie, bewusstseinsbildende Maßnahmen gegen Altersdiskriminierung und Menschenrechte wird durchgeführt. Dabei werden ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und informelle Pflegekräfte befragt. Während der gesamten Projektdauer werden verschiedene strategische Aktivitäten und Kampagnen stattfinden (z.B.: Treffen mit Repräsentanten, Entwicklung und Verbreitung von wichtigen Botschaften, …).


Hintergrundinformation


Die COVID-19 Pandemie ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen weltweit im 21. Jahrhunderts. Aufgrund deren Größe und Erscheinungsbild bringt die Pandemie eine Vielzahl an zusätzlichen Problemen mit sich, die die ganze Bevölkerung betreffen – jedoch nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichmäßig. Das Risiko von Armut, Diskriminierung und Isolation ist im Speziellen für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung stark angestiegen. Um die Pandemie einzudämmen, wurden in den Ländern des Westbalkans u.a. strenge Regeln zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit für Personen über 65 Jahren erlassen. Für alleinlebende ältere Personen stellte dies eine schwierige Situation dar – Isolation, und die Trennung von Freunden, Familien und Nachbarn brachten nicht nur Stress, sondern auch Ängste mit sich. Eine große – nicht unberechtigte Sorge ist, dass lebensnotwendige Waren, wie zum Beispiel Lebensmittel und Medikamente, nicht besorgt werden können.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 10,00 Prozent.

Projektnummer2325-13/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
ModalitätProject-type interventions
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.