StrengthVOL. Strengthening Civil Protection Systems through Volunteer Capacities



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Central Asia, regional/multi-country Fördersumme: € 42.300,00Beginn: 01.02.2020Ende: 31.07.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das übergeordnete Projektziel ist die Stärkung von Katastropheneinsatzkapazitäten. Das spezifische Projektziel ist die Erstellung von Länderplänen zur Verbesserung der Einsatzkapazitäten in Armenien, Georgien und der Ukraine. Diese werden unter anderem eine Beschreibung beinhalten, wie der Einsatz in abgelegene Gebiete durch Integration von Freiwilligen in das staatliche Einsatzsystem verbessert werden kann.


Erwartete Ergebnisse


1) Ein Forschungsbericht mit Leitlinien für jedes Land: Erfahrungen und Empfehlungen von früheren Projekten zur Integration von Freiwilligen in staatliche Zivilschutzstrukturen und aktuellen Plänen von den staatlichen Zivilschutzbehörden in jedem Land werden recherchiert und aufgearbeitet. Daraus werden Leitlinien für die Erstellung von Kooperationsverträgen zwischen Rotkreuzgesellschaften und Zivilschutzbehörden zusammengestellt.

2) Unterzeichnete Kooperationsverträge: Für jedes Land werden Kooperationsverträge zwischen Rotkreuzgesellschaften und Zivilschutzbehörden zur Einbindung von Freiwilligen in die Katastrophenvorsorge und den Katastropheneinsatz entwickelt und in weiterer Folge unterschrieben. Diese werden klare Rollen und Verantwortungen für alle Beteiligten aufzeigen und stellen die Basis für weitere gemeinsame Aktivitäten dar.

3) Pilotierte und evaluierte Modelle: Freiwillige werden gewonnen und ausgebildet, um in neu aufgebauten Rettungs- und Feuerwehrzentren freiwillig tätig zu werden. Diese pilotierten Modelle bilden die Grundlage, um auf nationaler Ebene flächendeckend Freiwilligenteams für Katastrophenvorsorge und -einsatz aufzubauen.


Zielgruppe


Zu den Zielgruppen des Projektes gehören Zivilschutzbehörden und Rotkreuzgesellschaften in Armenien, Georgien und Ukraine; Freiwilligenteams in Armenien (80 Personen, 50 Männer, 30 Frauen), Georgien (40 Personen, 30 Männer, 10 Frauen) und Ukraine (30 Personen, 20 Männer, 10 Frauen); und VertreterInnen von Behörden, Organisationen auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene (25 Männer, 15 Frauen pro Land = 120). Indirekte Zielgruppe ist die Bevölkerung, die in den Regionen lebt, in denen sich die pilotierten Freiwilligenteams befinden werden. Dies sind 17.300 Menschen in Armenien, 50.000 in Georgien und 58.000 in der Ukraine, insgesamt 125.000.

 


Maßnahmen


Die geplanten Maßnahmen umfassen: Erhebung und Untersuchung des Status Quo zur Integration von Freiwilligen in Einsatzsystemen; Analyse international gängiger Praktiken; Workshops in Armenien, Georgien, Ukraine; Austauschworkshop zur internationalen Forschung; Entwicklung von Kooperationsmodellen und Unterzeichnung von Kooperationsverträgen; Ausarbeitung von Plänen für den Einsatz Freiwilliger; Bewusstseinsarbeit mit Regierungen für gesetzliche Rahmenbedingungen für Freiwillige; UCPM (Union Civil Protection Mechanism) Workshop und Partnermeeting; Rekrutierung und Aufbau von Freiwilligenteams; Training der Freiwilligen; Aufbau von Rettungszentren; Pilotierung der Freiwilligenteams und Durchführung von Simulationen; Organisation internationalen Austausches der Freiwilligen; Monitoring und Evaluierung der Pilotphase; Zusammenfassung und anwaltschaftliche Arbeit für Aktionspläne zum erhöhten Einsatz von Freiwilligenteams; Organisation einer Abschlusskonferenz.


Hintergrundinformation


Zahlreiche Programme und Projekte wurden im Südkaukasus im letzten Jahrzehnt durchgeführt um Katastrophenvorsorge und -einsatz durch den Aufbau von Kapazitäten von freiwilligen HelferInnen zu verbessern. Bisher ist die systematische Integration dieser freiwilligen HelferInnen in die staatlichen Zivilschutzstrukturen noch nicht gelungen. Die Untersuchung von Möglichkeiten, wie dies erfolgen kann, ist der Gegenstand des Projektes.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 8,99 Prozent.

Projektnummer2325-00/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.