UP/Nachhaltiger Kürbisanbau und Verarbeitung von Kürbiskernen in Serbien



Projektträger: F. Url + Co. GmbHLand: Serbia Fördersumme: € 199.906,00Beginn: 01.03.2008Ende: 31.12.2012

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist es, einen nachhaltigen und wirtschaftlichen Kürbisanbau sowie die Vermarktung qualitativ hochwertiger Kürbiskerne in der Projektregion im Norden Serbiens zu fördern. Zu Beginn der Unternehmenspartnerschaft werden die in den verschiedenen Regionen Serbiens für Kürbisanbau geeigneten Flächen vom Landwirtschaftlichen Institut Novi Sad untersucht. Dabei werden auch biologische Anbaumöglichkeiten untersucht. Praktische Anpflanzungen werden unternommen und ausgewertet. Bei den relevanten Entscheidungsträgern werden die Ergebnisse bekannt gemacht. Im Rahmen des Projektes finden in den drei Regionen Loznica (Westserbien), Sombor und Novi Sad/ Zrenjanin (letztere alle in der Vojvodina) Kürbispflanzungen statt. Mit der Einbeziehung der Vojvodina ist der gesamte bisherige Ölkürbisanbau in Serbien abgedeckt und innerserbischer Know-how-Transfer wird unterstützt. Die durch das Projekt entstehende Interessengemeinschaft kann sich mit diesem entsprechenden Gewicht auch politisch artikulieren.

Für Loznica handelt es sich dabei um erstmalige Versuche, während die Partnerfirmen in der Vojvodina schon über Erfahrungen im Kürbisanbau verfügen. Die Landwirte werden für den erfolgreichen Anbau bzgl. Aussaat, Pflege, Verwendung von Düngemitteln und Ernte geschult. Die serbischen Lieferanten (Landwirtschaftliche Station Loznica sowie zwei Partnerfirmen) verpflichten sich gegenüber den Bauern/Bäuerinnen zur Abnahme der Kerne zu marktüblichen Preisen. Jährliche Steigerungen der Anbauflächen sind vorgesehen und werden jeweils im Rahmen der Berichterstattung angesetzt. Des Weiteren werden die involvierten Lieferanten für die Weiterverarbeitung der Kürbiskerne qualifiziert. Die notwendige Ausstattung zum Waschen, Trocknen und evtl. auch zum Ölpressen wird beschafft. Gegenüber den Lieferanten verpflichtet sich die Firma F. Url zur fairen Abnahmekonditionen. Die Lieferanten können Kürbisse damit sowohl im Export in die EU als auch regional vermarkten.

Projektnummer2550-08/2007
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.