Verbesserte Wasser-, Sanitärversorgung und Siedlungshygiene für syrische Flüchtlinge und die Aufnahmegemeinde im Libanon, Baalbek-Hermel (WASH III)



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Lebanon Fördersumme: € 300.000,00Beginn: 01.04.2022Ende: 30.09.2023

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Verbesserte und ökologisch nachhaltige Wasser- und Sanitäranlagen, sowie ein nachhaltiger Zugang und verbesserte Hygienepraktiken in Schulen und informellen Zeltsiedlungen in Baalbek-Hermel. Dies dient auch als Grundlage zur Anpassung der nationalen WASH-Programmstrategie (Water, Sanitation & Hygiene) des Libanesischen Roten Kreuzes hinsichtlich Betrieb und Wartung. (Beitrag zu SDG 6.1; 6.2; EU GAP III 1.2; 3.3).


Erwartete Ergebnisse


1. Verbesserter gleichberechtigter und umweltverträglicher Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen an Schulen für Mädchen und Buben syrischer Flüchtlingsgemeinden und libanesischen Aufnahmegemeinden.

2. Verbesserter gleichberechtigter Zugang zu sauberem Wasser, angemessenen Sanitäreinrichtungen und verbessertes Bewusstsein für Hygienepraktiken von Frauen, Männern, Mädchen und Buben in informellen Zeltsiedlungen syrischer Flüchtlinge.

3. Verbesserter langfristiger Zugang zu Wasser- und Sanitäreinrichtungen durch nachhaltige Wartungslösungen für Schulen und informelle Zeltsiedlungen syrischer Flüchtlinge.


Zielgruppe


Direkte Begünstigte des Projekts sind 2.260 Personen im Gouvernement Baalbek-Hermel, davon 48% syrische Flüchtlinge und 52% LibanesInnen (52% Frauen und 48% Männer). Indirekt Begünstigte sind 13.245 Personen, davon 225 LehrerInnen und 2.100 Familien der SchülerInnen (10.500 Personen), sowie 2.520 SchülerInnen an 6 Schulen, die durch Aktivitäten der Umwelt-Clubs erreicht werden.


Maßnahmen


Aktivitäten an Schulen: Installation/Sanierung von Wassertanks, Trink-/Handwaschstationen, Wasseraufbereitungsanlagen, Sanitäranlagen, Abwassernetzwerken, Durchführung von Wassertests, Umsetzung von Sicherheitselementen (Schlösser, Beleuchtung) zur Erhöhung des persönlichen Schutzes, Bewusstseinsmaßnahmen und Hygieneförderung, Verteilung von Hygienekits, Installation von erneuerbaren Energiesystemen für Warmwasser und Stromgewinnung.

Aktivitäten in informellen Zeltsiedlungen: Verteilung und Installation von Wassertanks und Wasserfiltern, Durchführung von Wassertests, Bau von Latrinen, Einführung von Systemen zur Abwasserbewirtschaftung, Trainings zur Hygieneförderung und PHAST-Zyklen (Participatory Hygiene and Sanitation Transformation).

Sonstige Aktivitäten: Analyse der Evaluierungsergebnisse des Vorgängerprojektes WASH II und Entwicklung geeigneter Nachhaltigkeitsmaßnahmen, Schulung der Schulkomitees hinsichtlich Hygienepraktiken und Instandhaltung der Wasser- und Sanitäreinrichtungen, einschließlich der Beteiligung von SchülerInnen, Schulung der in den Zeltsiedlungen gegründeten Komitees hinsichtlich Hygienepraktiken und Instandhaltung der Wasser- und Sanitäreinrichtungen, Schulung der PHAST-Teams.


Hintergrundinformation


Die zahlreichen Krisen, von denen der Libanon betroffen ist, haben zu einer erheblichen Verschlechterung des Lebensstandards der Menschen geführt, der durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Explosion in Beirut 2020 noch verstärkt wurde. Dies führte zu einer Verarmung von fast 80% der libanesischen Bevölkerung. Laut des 2020 UN Vulnerability Assessments von syrischen Flüchtlingen im Libanon leben 89% der syrischen Flüchtlinge in extremer Armut, ein Anstieg von 55% gegenüber 2020. Das Projekt zielt darauf ab, nachhaltige WASH-Lösungen für Schulen und informelle syrische Zeltsiedlungen zu finden. Somit wird das Projekt die gewonnenen Erkenntnisse des Vorgängerprojektes festigen und eine Anpassung des nationalen WASH-Programms des libanesischen Roten Kreuzes im Bereich der betrieblichen und ökologischen Nachhaltigkeit (sowohl in informellen Zeltsiedlungen als auch in Schulen) erwirken.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 83,33%.

Projektnummer2826-00/2022
MittelherkunftOEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Climate change mitigation: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.