Verbesserung der Lebensgrundlage von Viehhirten in Area C (Westjordanland)



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Palestinian Territories Fördersumme: € 499.700,00Beginn: 01.10.2013Ende: 31.07.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt trägt zur Ernährungssicherheit von Viehhirten in 30 Orten in den nördlichen und zentralen Gebieten des Westjordanlands bei. Ziel ist es, die Resilienz (Widerstandskraft, Belastbarkeit) von Schaf- und Ziegenhirten zu stärken, deren Einkommen zu erhöhen und damit deren Ernährungssituation durch nachhaltige und angepasste landwirtschaftliche Produktion längerfristig zu sichern sowie deren Abhängigkeit von humanitärer Hilfe zu reduzieren.

Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Sektor der palästinensischen Wirtschaft. 62,9% des fruchtbaren Landes befindet sich im Westjordanland/Area C, das unter israelischer Militärkontrolle steht. Besonders Viehhirten (darunter viele Beduinen) sind durch die Zugangsbeschränkungen stark in ihrer Lebensweise eingeschränkt. Da in Area C keine Infrastruktur gebaut oder erneuert werden darf, kann das Land nicht ausreichend bewässert und für produktive Landwirtschaft genutzt werden; Wasser für Viehzucht wird vorwiegend zu hohen Preisen am Markt gekauft. Der Zugang zu Märkten ist durch die Mauer und mobile militärische Sperren stark eingeschränkt bis verhindert.

Mit diesem EU-Programm werden längerfristige Maßnahmen zur Ernährungssicherheit in Area C getroffen, einschließlich Bewässerungsinfrastruktur und landwirtschaftliche Produktion.

Zielgruppen sind 17 lokale Organisationen bzw. Interessensvertretungen der Viehhirten (Community Based Organizations); 3 Kleinst- und Kleinunternehmen und sogenannte Social Enterprises. Das Projekt soll insgesamt 2.000 Haushalten bzw. 12.000 Menschen (30% Frauen, 40% Beduinen), die von der Schaf- und Ziegenzucht leben, zugutekommen.

Resultate:

1. Viehhirten (Frauen und Männer) haben verbesserten Zugang zu Wasser, Weideland und Futter.

2. Tiergesundheit und Produktivität der Viehzucht wurden erhöht und die Verfügbarkeit von Dienstleistungen für die Viehzucht ist gegeben.

3. Viehhirten (Frauen und Männer) erzielen höhere Rendite durch Verbesserung der Qualität und Vermarktung ihrer Produkte.

Projektnummer2325-13/2013
MittelherkunftOEZA
Sektor Nahrungsmittelhilfe/ Programme zur Nahrungsmittelsicherheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.