Wasser, Sanitärversorgung und Siedlungshygiene für syrische Flüchtlinge und die Aufnahmegemeinde im Libanon, Baalbek, Haouch Er Rafqa



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Lebanon Fördersumme: € 500.000,00Beginn: 01.07.2017Ende: 30.09.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen syrischer Flüchtlinge und der libanesischen Aufnahmegemeinde durch Zugang zu Wasser, Sanitärversorgung und Siedlungshygiene (WASH) in der Gemeinde Haouch Er Rafqa im Libanon zu verbessern.


Erwartete Ergebnisse


Erwartete Resultate:

1) Abdeckung der dringendsten Bedürfnisse der verwundbarsten syrischen Flüchtlinge und syrischer Neuankömmlinge in informellen Zeltlagern in den Bereichen WASH zur unmittelbaren Verbesserung ihrer Gesundheitssituation.

2) Nachhaltige Unterstützung und Verbesserung der Wasserversorgung in der Gemeinde, der Sanitärversorgung, der Siedlungshygiene und Abfallwirtschaft zur Ergänzung von Dienstleistungen der Gemeinde.

3) Nachhaltige Stärkung der Kapazitäten der WASH-Abteilung des Libanesischen Roten Kreuzes.


Zielgruppe


600 Personen (120 Haushalte syrischer Flüchtlinge) in informellen Zeltlagern profitieren von humanitärer Hilfe wie der Bereitstellung von sicherem Trinkwasser und Hygieneartikeln sowie von längerfristig angelegten und partizipativ entwickelten Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Wasserversorgung, Abfallwirtschaft und Siedlungshygiene. 400 Personen (80 Haushalte) der verwundbarsten libanesischen Gemeindebevölkerung profitieren von längerfristig angelegten und partizipativ entwickelten Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung, der Abfallwirtschaft und Siedlungshygiene in abgelegenen Gemeindegegenden, die von Dienstleistungen der Gemeinde nicht erreicht werden. MitarbeiterInnen und Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes durchlaufen Trainings in den Bereichen WASH sowie Cash Transfer Programming und Projektmanagement. 7 Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes werden in WASH geschult.


Maßnahmen


Maßnahmen: WASH-Bedarfsanalyse, Verteilung von Hygieneartikeln, Wasserlieferung/-bereitstellung, Entschlammung von Latrinen, Vulnerabilitäts- und Kapazitätsanalyse, WASH-Assessment, Prüfung existierender Wasserquellen, Verbesserung der Wasserqualität und –quantität, Bau und Erhalt von Latrinen, Verbesserung des Schmutzwassermanagements, Umsetzung von Kleinprojekten wie der Verbesserung des Abfallsystems oder Katastrophenvorsorgemaßnahmen zur Sicherung des Lebensumfelds, Verteilung von Drainagesets, Netzrollen gegen Ratten und Insekten und Solarlaternen, Hygieneförderung und Gründung von WASH Gemeindekomitees, Trainings im Bereich WASH und Projektmanagement für MitarbeiterInnen und Freiwillige des Libanesischen Roten Kreuzes, Pilotierung des Cash Transfer Programs für WASH Aktivitäten.


Hintergrundinformation


In der Gemeinde Haouch Er Rafqa leben syrische Flüchtlinge auf Privatgrund der libanesischen Aufnahmegemeinde in informellen Zeltlagern. Sowohl den Ärmsten in der Aufnahmegemeinde als auch den Flüchtlingen fehlt der Zugang zu sicherem (Trink)Wasser, um Krankheiten vorzubeugen. Keine andere Organisation außer dem Libanesischen Roten Kreuz unterstützt die Gemeinde, es gibt nur eine einfache Gesundheitseinrichtung. Abfallwirtschaft und Wasserversorgung werden von der Gemeindeverwaltung für entlegenere und ärmere Gebiete der Ortschaft nicht bereitgestellt und sind auf Grund von Regierungsrestriktionen für informelle Zeltlager syrischer Flüchtlinge auch nicht vorgesehen. Spannungen zwischen syrischen Flüchtlingen und der Aufnahmegemeinde nehmen zu. Permanente Migrationsbewegungen von syrischen Flüchtlingen nach und von Haouch Er Rafqa sind eine Herausforderung für die Gemeinde ebenso wie die Zunahme der Bevölkerung durch syrische Flüchtlinge im Allgemeinen.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80,65 Prozent.

Förderung im Rahmen des ZGI Calls „Migration und Entwicklung / Flucht-Asyl-Rückkehr“.

Projektnummer2826-02/2017
MittelherkunftOEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.