WeltWegWeiser – Servicestelle für internationale Freiwilligeneinsätze 2020-2022



Projektträger: Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich für nationale und internationale Jugendhilfe und Entwicklungszusammenarbeit bzw. Jugend Eine Welt - Don Bosco Aktion Österreich bzw. Jugend Eine Welt ÖsterreichLand: Austria Fördersumme: € 756.000,00Beginn: 01.01.2020Ende: 31.12.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die bei Jugend Eine Welt angesiedelte Servicestelle WeltWegWeiser informiert und berät österreichweit InteressentInnen über Rahmenbedingungen von und Angebote für Freiwilligeneinsätze in Ländern des globalen Südens. Durch die Unterstützung von Einsatzorganisationen und VolontärInnen möchte WeltWegWegWeiser qualitätsvolle Freiwilligeneinsätze in Ländern des globalen Südens fördern. Möglichst viele junge Menschen sollen gut begleitete Erfahrungen in Ländern des Globalen Südens sammeln und sich nach dem Einsatz in Österreich entwicklungspolitisch engagieren.

Konkrete Ziele sind:

- Potentielle und zurückgekehrte Freiwillige sollen hochwertige Serviceleistungen von WeltWegWeiser in Anspruch nehmen.

- Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an entwicklungspolitischer Bildung durch Freiwilligeneinsätze soll erhöht werden.

- WeltWegWeiser möchte zur verbindlichen Umsetzung von Qualitätsstandards für internationale Freiwilligeneinsätze beitragen und die Entsendeorganisationen in ihren Kapazitäten zur Umsetzung der Qualitätsstandards stärken.

- WeltWegWeiser fördert das entwicklungspolitische Engagement und die MultiplikatorInnentätigkeit von RückkehrerInnen und leistet so einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für globale Themen und die Förderung der Sustainable Development Goals (SDG).


Erwartete Ergebnisse


Serviceleistungen für Freiwillige:

- WeltWegWeiser etabliert mit den Jugendinfos bundesweite Informations- und Beratungsleitlinien für Freiwilligeneinsätze.

- 5.500 persönliche, telefonische oder schriftliche Beratungen für InteressentInnen durch WeltWegWeiser und Jugendinfostellen. Pro Jahr 6 Messeteilnahmen in mindestens 4 Bundesländern.

- 15.000 Stück Informationsmaterial (Broschüren, Plakate, Postkarten) werden an die Zielgruppen verteilt.

- 225 Freiwillige erhalten eine finanzielle Förderung, 70 Freiwillige nehmen an 6 Seminartagen zur Einsatzvorbereitung teil.

- Rund 90.000 InteressentInnen informieren sich über die Website, rund 150.000 Personen über Social Media.

- Eine größere Reichweite (rund 1,2 Mio.) wird durch Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Bewerbung durch Jugendinfos erzielt.


Inklusion von Menschen mit Behinderungen:

- Menschen mit Behinderungen informieren sich über Freiwilligeneinsätze: Informationen werden zielgruppenspezifisch aufbereitet, 3 Informationsveranstaltungen, Teilnahme von WeltWegWeiser an 3 zielgruppenspezifischen Messen.

- Entsendeorganisationen machen ihre Freiwilligenprogramme für Menschen mit Behinderungen zugänglicher; strukturelle, programmimmanente Hürden für Menschen mit Behinderungen werden abgebaut.

- Unterstützung von Entsendeorganisationen für das Mainstreaming von Inklusion in ihren Programmen, u.a. durch Beratung und Fortbildung, Ausarbeitung von Materialien.

- Aufbau und Koordination einer Beratungsgruppe Inklusion ‚People for Inclusion‘.

- Geeignete Einsatzangebote werden angeboten. Zumindest 15 Freiwillige mit Behinderungen leisten einen Freiwilligeneinsatz, Mehrbedarfe werden finanziert.


Umsetzung von Qualitätsstandards für internationale Freiwilligeneinsätze:

- Wissenstransfer unter sowie Qualitätsentwicklung in den Entsendeorganisationen durch 12 Qualitätszirkel, Online Toolbox, 4-8 Fortbildungen für MitarbeiterInnen von Entsendeorganisationen, Etablierung und Koordination von Arbeitsgruppen zu bedarfsorientierten thematischen Schwerpunkten, jährlich 3 Arbeitsgruppentreffen, Organisation von Beratung.

- Entsendeorganisationen führen jeweils 2020 und 2022 eine von WeltWegWeiser begleitete Selbstevaluierung ihrer Freiwilligenprogramme durch.


Engagement von RückkehrerInnen:

- Kompetenzen von RückkehrerInnen für MultiplikatorInnen-Tätigkeit werden gestärkt: 12 Seminartage mit 90 TeilnehmerInnen, Durchführung von 1-2 Engagement-Konferenzen mit entwicklungspolitischem Themen-Fokus und Engagement-Börse.

- RückkehrerInnen-Gruppen aus verschiedenen Entsendeorganisationen führen österreichweit 30-60 entwicklungspolitische Aktivitäten mit insgesamt 600-1.200 TeilnehmerInnen durch.


Zielgruppe


- Junge Frauen und Männer mit und ohne Behinderung, die sich für einen Freiwilligeneinsatz interessieren,

- RückkehrerInnen von Freiwilligeneinsätzen,

- Entsendeorganisationen im Bereich Freiwilligeneinsätze, die Qualitätsstandards einhalten.


Dialoggruppen bzw. KooperationspartnerInnen:

18 Entsendeorganisationen sind derzeit Mitglied im Netzwerk und damit KooperationspartnerInnen der Servicestelle. Fortgeführt wird die Zusammenarbeit mit drei Organisationen im Bereich Inklusion (Grenzenlos, Internationale Freiwilligeneinsätze und BIZEPS). Neue Kooperationen sind u.a. mit dem Bundesnetzwerk Österreichische Jugendinfos und dem Zentrum polis geplant. Die Zusammenarbeit mit MesseveranstalterInnen und AnbieterInnen von Trainings wird fortgeführt, jene mit MultiplikatorInnen im Bereich Inklusion ausgebaut.


Maßnahmen


Serviceleistungen für Freiwillige: Die Servicestelle WeltWegWeiser bietet jungen Menschen mit und ohne Behinderung, die sich für einen Freiwilligeneinsatz interessieren, Informationen zu seriösen Einsatzmöglichkeiten (durch Online-Kommunikation, Infomaterial), individuelle Beratung, finanzielle Förderungen sowie Trainings für die Vor- und Nachbereitung des Einsatzes. WeltWegWeiser positioniert sich anlassbezogen zu relevanten Themen im Bereich Freiwilligenarbeit im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit. Eine Informations- und Beratungsoffensive mit den Jugendinfos wird durchgeführt.


Maßnahmen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen umfassen zielgruppenspezifische Infos, Zusammenarbeit mit MultiplikatorInnen, Infoveranstaltungen, persönliche Beratung, Unterstützung der Entsendeorganisationen, Sicherstellung von Einsatzmöglichkeiten.

Umsetzung der Qualitätsstandards: WeltWegWeiser bewirbt die Angebote von Entsendeorganisationen, unterstützt sie bei der verbindlichen Umsetzung der Qualitätsstandards und stärkt die Organisationen in ihren Kapazitäten durch: Qualitätszirkel, Online-Toolbox, Fortbildungen, Selbstevaluierung der Freiwilligenprogramme, Prüfung neuer Mitglieder im Netzwerk.

Förderung des Engagements von RückkehrerInnen: WeltWegWeiser vermittelt RückkehrerInnen Kompetenzen, um als MultiplikatorInnen einen Beitrag zur Umsetzung der Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) in Österreich zu leisten. Ihre Anbindung an die Entsendeorganisationen wird auch nach dem Einsatz gestärkt. Maßnahmen sind Trainings für RückkehrerInnen, Engagement-Konferenzen sowie Aktionen von RückkehrerInnen.


Übergreifender Schwerpunkt: Qualitätsentwicklung und Inklusion nachhaltig verankern:

Im Sinne des Mainstreamings werden gemeinsam mit den Entsendeorganisationen im WeltWegWeiser-Netzwerk zielübergreifende Aktivitäten gesetzt, die sich an thematischen Schwerpunkten orientieren (u.a. Sicherheit u. Krisenmanagement sowie Inklusion u. Diversität): Fortbildungen, MultiplikatorInnentrainings, Erstellung von Materialien, Koordination von inhaltlichen Arbeitsgruppen und der Beratungsgruppe Inklusion ‚People for Inclusion‘.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird nach Aufstockung bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 876.000 mit Euro 756.000 (86,30%) für 3 Jahre gefördert.

Projektnummer2397-00/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied756000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.