Wissensmanagement über nachhaltige Entwicklung in Berggebieten II



Projektträger: CDE - Centre for Development and Environment, University of BernLand: Developing countries, unspecified Fördersumme: € 450.000,00Beginn: 01.10.2016Ende: 31.10.2020

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Kommunikationsprojektes ist es, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Erhaltung der Ökosystemdienstleistungen der Berggebiete für die Bergbevölkerung und die angrenzenden Tieflandzonen zu leisten. Laut FAO (2015) leben heute weltweit 915 Millionen Menschen (13 % der Weltbevölkerung) in Bergregionen und bis zur Hälfte der Weltbevölkerung ist abhängig von Wasserressourcen aus Berggebieten (Viviroli 2009).


Erwartete Ergebnisse


Erwartetes Ergebnis des gegenständlichen Projekts ist es, Forschungsergebnisse, praktische Erfahrungen und andere Arten von Wissen über nachhaltige Entwicklung in Berggebieten zu sammeln, aufzubereiten und für alle Stakeholder, die mit der Planung von Entwicklungsvorhaben und -prozessen in Entwicklungsländern befasst sind, zugänglich zu machen. Es wird erwartet, dass durch die Einbeziehung von bergspezifischen Charakterisitka in Forschung und Entwicklungszusammenarbeitsprogrammen und -projekten im Bergkontext sich die Qualität und die Performance von Programmen und Projekten verbessert.

Darüberhinaus soll der Austausch von Erfahrungen in Bergregionen weltweit gefördert werden wobei auch spezifische Erfahrungen aus dem Alpenraum, die Österreich als Bergland einbringen kann, miteinbezogen werden.


Zielgruppe


Das Zielpublikum der Publikationen umfasst Entscheidungsträger und Entwicklungsspezialisten in internationalen Organisationen, nationalen und regionalen Regierungsbehörden, in Zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGOs) und Forschende und Studierende weltweit. Im Fokus stehen hier v.a. die 98 Länder, die einen Berggebietsanteil von über 25% haben.


Die verschiedenen Kommunikationsprodukte des Projektes werden gezielt über verschiedene globale Netzwerke wie die Mountain Partnership oder das Mountain Forum an das Zielpublikum verteilt.


Die OEZA unterstützt das Projekt gemeinsam mit der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit (DEZA).

 


Maßnahmen


Komponente 1) umfasst die Unterstützung der "International Mountain Scociety" sowie ihr regelmäßig erscheinendes wissenschaftliches 'Journals for Mountain Research and Development', das als open access Version erscheint und 2015 185.000 Downloads von MRD-Artikeln in ca. 130 Ländern verzeichnete.

Komponente 2) umfasst die Erstellung und Veröffentlichung von Publikationen aus der Reihe "Sustainable Mountains Development Series" mit einer gedruckten Auflage von 500-1500 Stück zu spezifischen Themen im Kontext von Berggebieten, u.a. Disaster Risk Reduction, SDGs oder Migration.

Komponente 3) ergänzt Komponente 2) durch weitere Publikationen in kleinerem Umfang (policy briefs etc.) sowie duch Workshops und Multimedia Applikationen.

 


Hintergrundinformation


Berge sind Lebensraum für ein Fünftel der Weltbevölkerung und Wasserquelle für die Hälfte aller Menschen. Nachhaltige Bergentwicklung bedeutet, die Bergökosysteme für folgende Generationen zu erhalten. SDG 15.4 und 6.6 anerkennen dies und beziehen sich direkt auf die Erhaltung von Bergökosystemen.

Österreich hat als Bergland viel Erfahrung mit den Vor- und Nachteilen von Berggebieten sowie mit den Herausforderungen für eine nachhaltige (Berg-) Entwicklung. Zudem liegt ein Großteil der Schwerpunktländer der OEZA (insbesondere Bhutan, Äthiopien, Uganda, Georgien, Armenien, Albanien und der Kosovo) in Bergregionen, deren sprezifischen Kontext es in Programmen und Projekten Rechnung zu tragen gilt.

Projektnummer2674-00/2016
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere multisektorielle Maßnahmen
Tied
ModalitätContributions to specific-purpose programmes and funds managed by international organisations (multilateral, INGO)
Marker Environment: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.