Working2gether (W2): Zusammenarbeit für Pflegequalität, Wohlbefinden und Würde



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: Armenia Fördersumme: € 300.000,00Beginn: 01.09.2020Ende: 31.08.2023

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projektes ist die Einführung und Umsetzung von qualitativen Standards in der Pflege von BewohnerInnen im Pflegeheim in Gyumri, Armenien (SDG 1, 3, GAP II Objective 10).

 


Erwartete Ergebnisse


Resultat 1: Verbesserte Qualitätsstandards in Pflege und sozialem Angebot.

Resultat 2: Verbesserte soziale Inklusion und Aktivierung von BewohnerInnen im Pflegeheim.

Resultat 3: Gestärkte Kapazitäten des Personals und von Freiwilligen im Pflegeheim.

 


Zielgruppe


Direkte Zielgruppe: 1.433 Menschen (973 Frauen, 460 Männer):

- 160 BewohnerInnen im Pflegeheim in Gyumri (90 Frauen, 70 Männer);

- 39 MitarbeiterInnen des medizinischen Personals und Pflegepersonals (34 Frauen, 5 Männer);

- 25 Freiwillige des Armenischen Roten Kreuzes (15 Frauen, 10 Männer);

- 24 aktive Gemeindemitglieder organisiert in aktiven Gruppen (19 Frauen, 5 Männer);

- 120 Verwandte und Freunde von BewohnerInnen (zirka 80 Frauen, 40 Männer);

- zirka 50 VertreterInnen anderer Organisationen (25 Frauen, 25 Männer);

- zirka 1.000 Gemeindemitglieder (700 Frauen, 300 Männer).

Indirekte Zielgruppe: zirka 40.000 Menschen (ca. 25% der Bevölkerung in Gyumri, BewohnerInnen des Pflegeheimes, Verwandte und Freunde von BewohnerInnen).

 


Maßnahmen


Ergänzendes Assessment im Pflegeheim in Gyumri basierend auf dem ersten Assessment vom Armenischen Roten Kreuz nach offizieller Übernahme; Entwicklung eines umfassenden Pflegekonzeptes für die BewohnerInnen inklusive entsprechender Prozesse und Richtlinien; Anwendung des umfassenden Pflegekonzeptes in der Pflege und Versorgung der BewohnerInnen; Entwickeln von Vorschlägen zur Verbesserung der aktuellen Minimalstandards in der Pflege; Dialog mit relevanten Netzwerken und Politikdialog;

Definition sozialer Bedürfnisse der BewohnerInnen und Entwickeln eines umfassenden Konzeptes für soziale Aktivitäten inklusive Unterstützung von Freiwilligen des Armenischen Roten Kreuzes; Schaffen von attraktiven Räumen im Pflegeheim; Initiieren von aktiven Gruppen mit einem Mix aus aktiven BewohnerInnen und Gemeindemitgliedern; Einführung dieser Gruppen zur Unterstützung für soziale Aktivitäten; Förderung von Besuchen von Verwandten und Freunden der BewohnerInnen; Aufbau von und Trainings für Freiwillige; Dialog mit relevanten Netzwerken, anderen Organisationen und Politikdialog zur Weiterverbreitung des Modells der ‘integrativen Pflege mit sozialen Aktivitäten’;

Entwickeln eines nachhaltigen Trainingskonzeptes für alle Berufsgruppen im Pflegeheim; Durchführung von Trainings für diverse Berufsgruppen; Dialog mit relevanten Netzwerken und Politikdialog zur Anerkennung der verbesserten Standards in der Pflege und der Integration und Fokus von ‘tatsächlichen Pflegemodulen’ in der Ausbildung von Krankenschwestern.


Hintergrundinformation


Das armenische Arbeits- und Sozialministerium möchte die Verwaltung von Pflegeheimen an relevante Organisationen in Armenien übertragen, um die aktuellen Standards in der Pflege zu verbessern und auszubauen. Aus diesem Grund hat mit Mai 2020 das Armenische Rote Kreuz das Management des Pflegeheimes in Gyumri übernommen. Das Armenische Rotes Kreuz ist ein wichtiger Akteur im Gesundheits- und Sozialbereich in Armenien, benötigt jedoch Unterstützung in dem so wichtigen Bereich der Versorgung von BewohnerInnen im Pflegeheim.

Das geplante Projekt soll eine deutliche Unterstützung im Definieren und Umsetzen von Pflegestandards in der Versorgung von bedürftigen und älteren Menschen im Pflegeheim sein, mit der langfristigen Strategie, die definierten Pflegestandards national anzuerkennen und langfristig die Pflegequalität im ganzen Land zu heben.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 75 Prozent.

Projektnummer8108-07/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied
ModalitätProject-type interventions
Marker Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.