WP-SER-Donau Soja, Qualitätssicherung in der südosteuropäischen Sojaproduktion



Projektträger: Donau Soja gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter HaftungLand: States of ex-Yugoslavia, unspecified Fördersumme: € 200.000,00Beginn: 01.04.2014Ende: 31.03.2016

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Die Wirtschaftspartnerschaft zielt auf die Stärkung einer qualitätsgesicherten Wertschöpfungskette für gentechnikfreien Soja aus der südosteuropäischen Donauregion.


Aufgrund nicht genutzter landwirtschaftlicher Potentiale steht einer immensen – und in den kommenden Jahren weiter steigenden – Nachfrage nach GVO-freiem Soja eine zu geringe Produktionsmenge aus Europa gegenüber. Die sich daraus ergebende hohe Importabhängigkeit von nord- und südamerikanischen Erzeugnissen führt zu einer jährlichen Einfuhr von 23 Mio. Tonnen Sojaschrot und 12,5 Mio. Tonnen Sojabohnen und – damit einhergehend – zu Folgenproblemen hinsichtlich Versorgungsicherheit, Nachhaltigkeit und Ökologie. Obwohl in den Staaten der Donauregion – vor allem jenen Südosteuropas – ideale Bedingungen für den Anbau von Soja herrschen, konnte die lokale Produktion aufgrund struktureller Defizite bisher nicht etabliert und für Arbeitsplatz- und Einkommensgenerierung nutzbar gemacht werden.


Im Rahmen des gegenständlichen Projekts wird der Aufbau einer transnationalen Wertschöpfungskette für die Produktion und den Vertrieb von qualitätsgesichertem Soja aus den Ländern Serbien und Bosnien unterstützt.

Dazu wird (1) in der serbischen Donau Soja-Niederlassung der organisatorische und infrastrukturelle Rahmen für eine lokale Qualitätssicherungs-Einheit geschaffen, (2) systematische Qualitätssicherung durch ein risikobasiertes Monitoringsystem etabliert und (3) die Qualitäts-Schulung aller relevanten Akteure entlang der Lieferkette durchgeführt.

Mit der Schaffung von Strukturen für kontinuierliche Qualitätssicherung können GVO-Freiheit und Food-Safety von in Serbien und Bosnien erzeugten Sojaprodukten sichergestellt, der Vertrieb unter dem internationalen Markennamen -Donau Soja- ermöglicht und die transnationale Wertschöpfungskette zugunsten lokaler Produzenten, Händler und Verarbeiter gestärkt werden.

Projektnummer2550-02/2014
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.