Zusammenarbeit für bessere und nachhaltige mobile Pflege- und Betreuungsdienste in Georgien



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes Kreuz Land: Georgia Fördersumme: € 300.000,00 Beginn: 01.07.2022 Ende: 30.09.2024

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projektes ist die Verknüpfung der gestärkten mobilen Pflege- und Betreuungsdienste des Georgischen Roten Kreuzes (GRCS) mit der nationalen Langzeitpflegepolitik Georgiens (SDG targets 1.3, 1.b, 3c, 3.8; EU GAP III 3.3, 3.6)


Erwartete Ergebnisse


1) Die Strategie für Anwaltschaft trägt zur Entwicklung nationaler und lokaler Richtlinien, Standards und Kapazitäten für häusliche Pflege und Betreuung bei;

2) Besonders vulnerable Menschen, die häusliche Pflegedienste in Tiflis, Kutaisi und anderen Gemeinden benötigen, erhalten qualitativ hochwertige häusliche Pflegedienste;

3) Die Kapazitäten der häuslichen Pflege- und Betreuungsdienste des GRCS werden gestärkt und erweitert, um ihre Qualität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.


Zielgruppe


Insgesamt 700 direkt Begünstigte: 300 KlientInnen der häuslichen Pflege und Betreuung (65 % w/35 % m), 30 MitarbeiterInnen und Freiwillige (74 % w/26 % m), 350 pflegende Angehörige (65 % w/35 % m), 20 VertreterInnen nationaler und lokaler Behörden (60 % w/40 % m) in Tiflis und Kutaisi; darüber hinaus 245.535 Begünstigte von anwaltschaftlichen Initiativen und bewusstseinsbildenden Maßnahmen.


Maßnahmen


Fertigstellung und Validierung der Strategie zur Anwaltschaft; Ausarbeitung einer evidenzbasierten Studie zum nationalen Bedarf und Kapazitäten in Bezug auf häusliche Pflegedienste in Georgien; anwaltschaftliche Arbeit mit relevanten nationalen und lokalen Behörden sowie anderen Akteuren; Kommunikations-/Sensibilisierungskampagne; Bereitstellung von professionellen Pflege- und Betreuungsdiensten für KlientInnen; Schulungen für pflegende Angehörige; Bereitstellung von psychosozialer Unterstützung für ProjektmitarbeiterInnen, Freiwillige und KlientInnen; Schaffung und Förderung von Selbsthilfegruppen für pflegende Angehörige; Auffrischungsschulungen für MitarbeiterInnen und Freiwilligen der Pflege- und Betreuungsdienste des GCRS; Entwicklung von Schulungen in den Bereichen Psychologische Erste Hilfe/psychische Gesundheit, Abfallmanagement, Geschlechtergleichstellung und Diversität, digitale Kompetenz, Datenschutz; Überarbeitung/Entwicklung der verschiedenen Vorschriften und Abläufe der Pflege- und Betreuungsdienste des GCRS.


Hintergrundinformation


2020 lebten 21,3 % der Bevölkerung Georgiens unterhalb der nationalen Armutsgrenze, 19 % waren arbeitslos. Aufgrund der COVID-19-Pandemie verschlechtert sich die sozioökonomische Situation zunehmend. Darüber hinaus wird der Krieg zwischen Russland und der Ukraine voraussichtlich die Inflation und Versorgungsmängel verschärfen und somit zur Verschlechterung der Situation benachteiligter Bevölkerungsgruppen beitragen. Die Bevölkerung in Georgien altert zunehmend: bis 2050 werden voraussichtlich 33 % der Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Derzeit werden aufgrund unzureichender personeller und finanzieller Ressourcen sowie fehlender staatlicher Richtlinien und Standards nur drei Prozent des Bedarfs an professionellen häuslichen Pflegediensten in Georgien abgedeckt.


Nach drei erfolgreichen Jahren der Bereitstellung von Pflege- und Betreuungsdiensten seitens des Georgischen Roten Kreuzes (GCRS) unter aufgrund der COVID-19-Pandemie sehr schwierigen Umständen ist es notwendig, eine neue Phase der strategischen Entwicklung dieser Dienste zu eröffnen. Dies soll es GRCS ermöglichen, in Zusammenarbeit mit anderen relevanten Akteuren und der Zivilgesellschaft eine strategische Rolle bei der Entwicklung nationaler Richtlinien, Standards und Kapazitäten für die häusliche Pflege in Georgien zu spielen und gleichzeitig die Qualität und Nachhaltigkeit der eigenen erbrachten Dienstleistungen zu konsolidieren.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 75,05 Prozent.

Projektnummer 8108-05/2022
Mittelherkunft OEZA
Sektor Andere soziale Infrastruktur und Leistungen
Tied 0
Modalität Project-type interventions
Marker Demokratie: 1, Armut: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.