Die Austrian Development Agency fördert das Engagement von MigrantInnen in Österreich, um Entwicklungsprozesse in Herkunftsländern zu unterstützen. Ferner werden mit Projekten und Programmen die Rückkehr und Re-Integration von MigrantInnen in ihre Herkunftsländer sowie präventive Maßnahmen gefördert, damit Risikogruppen nicht Opfer von Menschenhandel oder Menschenschmuggel werden. Darüber hinaus werden Maßnahmen gesetzt, um die Lebensverhältnisse und Perspektiven für die Bevölkerung in Partnerländern zu verbessern sowie Sicherheit und Frieden zu stärken. Die Bekämpfung von Menschhandel und –schmuggel oder die Schaffung von Bildungs-, Ausbildungs- und Einkommensmöglichkeiten sind Beispiele dafür. Weitere Maßnahmen sind die Stärkung der Rechte von MigrantInnen, sowie humanitäre Hilfe für Flüchtlinge und Binnenvertriebene , in Aufnahmeländern und in Krisensituationen.

Bekämpfung des Menschenhandels

Menschenhandel ist eine schwerwiegende Verletzung fundamentaler Menschenrechte. Laut Berichten der Vereinten Nationen sind weltweit rund 2,4 Millionen Personen jährlich Opfer von Menschenhandel. Frauen und Kinder trifft es am häufigsten. Meist stammen die Opfer von Menschenhandel aus ärmeren EU-Ländern oder auch Entwicklungsländern  wo sie mit Gewalt in der Familie, einem niedrigen Bildungsniveau, Arbeitslosigkeit oder Armut zu kämpfen haben. Die Suche nach einem vermeintlich „besseren Leben“ spielt häufig eine Rolle. Österreich ist durch seine Lage im Zentrum Europas sowohl Transit- als auch Zielland für Menschenhändler. Österreich ist Vertragsstaat sämtlicher relevanter internationaler Rechtsinstrumente gegen Menschenhandel. Im April 2015 wurde der neue Aktionsplan 2015-2017 von der österreichischen Task Force Menschenhandel verabschiedet. Die Austrian Development Agency unterstützt in Herkunfts- oder Transitländern Projekte zu Prävention von Menschenhandel, insbesondere von Frauen und Kindern. Sie fördert Kapazitätsentwicklung – etwa von Strafverfolgungsbehörden für den Opfer- und ZeugInnenschutz - sowie die Vernetzung von Institutionen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.