WP-IND-Avieko Tamil Nadu goes Europe



Contract partner: AVIEKO Trading GmbHCountry: Indien Funding amount: € 200.000,00Project start: 01.12.2016End: 31.03.2020

Short Description:

Overall goal


Ziel des Projekts ist der Aufbau einer modernisierten Produktion und des Exports von Bananen aus dem südlichen Indien mit Hilfe mobiler Seilbahnen (Cableway Conveyors).

Das Ziel ist erreicht, wenn

- der Prototyp eines Cableway Conveyors (CC) vor Ort entwickelt und in Serie produziert wird,

- die CCs von Bananenproduzenten für den schonenden Nacherntetransport verwendet werden und

- die Vermarktung der für den europäischen Markt neuen Bananen dafür sorgt, dass Supermarktketten sie beziehen.

 


Expected results


Von dem Projekt profitieren ca. 100 Bananenbauern innerhalb der Projektlaufzeit, langfristig kann sich die Anzahl verzehnfachen. Weitere Nutznießer sind die lokalen Partner der Firma Avieko, die Produzenten der Maschinen für die geplante Packstation, Transporteure und Spediteure, sowie alle an der Herstellung der CCs Beteiligten.


Target group / Beneficiaries


Projektgebiet ist Tamil Nadu, die südlichste Provinz Indiens, die sich klimatisch besonders für die Bananenproduktion eignet (ganzjährig).


Activities


1. Der erste Schritt ist die Entwicklung und lokale Produktion eines cableway conveyors zur praktischen Anwendung und nachweislichen Qualitätsverbesserung bei Bananen. Zum Erlernen der neuartigen Nachernte-Methode erfolgt ein Training on the job für die Landarbeiter.

Ein cc ist für den einzelnen Produzenten nicht erschwinglich (Erzeugerpreis ca. EUR 15.000,-). So werden über Vermittlung der TNBGF Cluster unter den Produzenten gebildet, die sich ge-meinsam einen cc anschaffen.

2. Danach folgt der Aufbau und Test einer Logistikkette – Verbringung der Ware aus dem An-baugebiet zur Packstation, Abwicklung zur exportfähigen Qualitätsware und Verladung zum schnellstmöglichen Seeweg-Transport nach Europa. Dieser soll die Qualitätsverbesserung, die durch den Einsatz des cc bewirkt wird, untermauern. Wenn der Beweis von gut angekommener Ware am Bestimmungsort erbracht ist, folgt die Vervielfältigung des cc und Verbreitung im ge-samten Bananenanbaugebiet von TN an interessierte Kleinbauern bzw. Clusters. Die damit er-zielte Qualitätsverbesserung bewirkt automatisch höhere Erlöse (selbst auf dem Inlandsmarkt) und die Möglichkeit des Exportes, welcher bislang nicht existiert.

Die Zertifizierung nach Fair Trade soll abgeschlossen werden.

3. Die Errichtung einer Marketing-Struktur auf europäischem Gebiet erfolgt zur gezielten Ver-marktung der hochwertigen Produkte. Der ständige Besucher-Austausch von Personen, welche einerseits die Erfordernisse des Marktes studieren und andererseits die Nacherntemethoden im Ursprungsland kennenlernen sollen, ist das Ziel.

4. Die Erweiterung und der Test von anderen Bananensorten, die über die bislang in Europa bekannte Cavendish G9 hinausgehen, erfolgt in der vierten Phase. Als Sorten sind a) Kodhili, b) Red Banana und c) Karpuravalli in Erwägung gezogen. D) Poovan bliebe als Versuchsmodell in Reserve. Im Hinblick auf eine Sortenvielfalt und zur Vermeidung von Monokulturen im Ur-sprungsland, sowie zur Geschmackserweiterung am Exportmarkt werden die Sorten auf Halt-barkeit und Empfindlichkeit getestet. Die Gründung einer gemeinsamen Marketing-Organisation mit Sitz in Europa soll stattfinden.

5. Das regelmäßige Geschäft wird durch die neue Gesellschaft betrieben und mengenmäßig er-weitert.

 


Context


Indien ist mit 26 % Anteil an der Weltproduktion bei Bananen der mit Abstand größte Produzent die-ser Frucht, der Exportanteil beträgt aber nur 0,08 %! Dies hat zwei Ursachen: erstens absorbiert der heimische Markt mit 1,2 Mrd. Einwohnern diese Mengen und zweitens stehen so gut wie keine logis-tischen Infrastrukturen im Land zur Verfügung, um eine exportfähige Qualität gezielt zu vermarkten. Der Anteil der Ware, die verrottet, wird auf 15 – 20 % geschätzt, also ungefähr so viel, wie der welt-größte Exporteur von Bananen (Ecuador) ausführt. Um diesen volkswirtschaftlichen Schaden zu begrenzen, soll im vorliegenden Projekt bei der Nacherntebehandlung angesetzt werden, welche den Ausgangspunkt für eine exportfähige Qualität darstellt.

project number2550-28/2016
source of fundingOEZA
sector Andere multisektorielle Maßnahmen
tied200000
modalityProject-type interventions
marker Environment: 1, Biodiversity: 1, Trade: 2
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.