Verbesserte Wasser-, Sanitärversorgung und Siedlungshygiene für syrische Flüchtlinge und die Aufnahmegemeinde im Libanon, Baalbek



Contract partner: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzCountry: Libanon Funding amount: € 750.000,00Project start: 01.10.2019End: 31.03.2022

Short Description:

Overall goal


Projektziel ist ein Beitrag zu erhöhter Resilienz von Flüchtlingen und Aufnahme-gemeinden durch gerechten Zugang zu angemessener Wasser-, Sanitärversorgung und Siedlungshygiene im Baalbek-Distrikt im Libanon. Mit der Aufstockung in Höhe EUR 250.000 werden unter anderem zusätzliche Maßnahmen in Reaktion auf Covid-19 ermöglicht. (Beitrag zu SDG 6, GAP II Zielsetzungen 10, 13, 16).


Expected results


1) Verbesserter gleichberechtigter Zugang zu sauberem Wasser für Frauen und Männer bzw. Mädchen und Buben für syrische Flüchtlinge bzw. Aufnahmegemeinden auf institutioneller und individueller Ebene

2) Verbesserter gleichberechtigter Zugang für Frauen und Männer bzw. Mädchen und Buben für syrische Flüchtlinge bzw. Aufnahmegemeinden zu angemessenen und gendergerechten Sanitäreinrichtungen auf institutioneller und individueller Ebene

3) Gestiegenes Wissen sowie erhöhtes Hygiene- und Umweltbewusstsein unter Frauen und Männern sowie Mädchen und Buben in den Zielgemeinden


Target group / Beneficiaries


Mit diesem Projekt werden 6.400 Menschen in den Dörfern Qsarnaba, Haouch Er Rafqa, Temnine Et Tahta, Misraya und Beit Chama im Distrikt Baalbek direkt erreicht. Das Projekt richtet sich vorrangig an zehn Schulen und zwei Gesundheitszentren, zu denen sowohl libanesische Aufnahmegemeinden als auch syrische FlüchtlingsschülerInnen und -patientInnen Zugang haben. Über diese Einrichtungen erhalten die Zielgruppen Zugang zu sauberem Trinkwasser, adäquaten Sanitäreinrichtungen und Hygieneschulungen.


Activities


Bedarfserhebung bzw. Leistungsermittlung bestehender Wasserquellen, Rehabilitation und Verbesserung der Wasserversorgung in Schulen und Basisgesundheitszentren, Verbesserung des Gemeindewassermanagements bzw. des -wassernetzes, Installation von Wassertanks für Haushalte in informellen Zeltsiedlungen, Bedarfsanalyse bei bestehenden sanitären Einrichtungen in Institutionen, Errichtung angemessener Latrinen für Haushalte in Zeltsiedlungen, Standortverbesserungsmaßnahmen zur Senkung des Risikos von Überflutungen, Hygienebewusstseinsbildung (auch hinsichtlich Covid-19) auf Gemeindeebene und in Schulen, großflächige Reinigungsaktionen, Ausdehnung der Bargeldzuwendungen für Hygieneprodukte für zugezogene Familien, Verteilung von Materialien zur Verbesserung des Abfallmanagements, Einrichtung von WASH-Komitees auf Gemeindeebene, Einrichtung von WASH und Umweltschutzclubs in Schulen.


Context


In den ca. 70-80 km nordöstlich von Beirut gelegenen Gemeinden Haouch Er Rafqa, Beit Chama, Misraya, Temnine Et Tahta und Qsarnaba im Bezirk Baalbek leben syrische Flüchtlinge in informellen Zeltlagern auf Privatgründen der libanesischen Aufnahmegemeinde. Aufgrund einer immer restriktiver gehandhabten Flüchtlingspolitik, die von einer immer schärferen Rhetorik gegen den Verbleib syrischer Flüchtlinge im Libanon begleitet ist, werden Abfallwirtschaft und Wasserversorgung für entlegene Gemeinden von den betroffenen Gemeindeverwaltungen grundsätzlich nicht bereitgestellt. Für eine Verbesserung der Lebensumstände der Flüchtlinge sowie ärmsten und verwundbarsten Teile der libanesischen Gesellschaft, die den Druck auf sämtliche Ressourcen am stärksten spüren, sorgen lediglich Akteure der Zivilgesellschaft wie das Libanesische Rote Kreuz.


Aufbauend auf den Maßnahmen des Vorgängerprojekts in Haouch Er Rafqa, in dem für Flüchtlinge und die bedürftige Aufnahmegemeinde der Zugang zu sauberem Trinkwasser auf individueller Ebene verbessert wurde, soll in Phase II verstärkt auf institutioneller Ebene - d.h. in Schulen und Gesundheitszentren - an der Verbesserung des Zugangs zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen gearbeitet werden. Dieser Zugang berücksichtigt die Erfahrungen aus der ersten Phase.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt nach Aufstockung des Projekts 93,05 Prozent.

Förderung im Rahmen des ZGI Calls „Migration & Entwicklung“ (Phase 2).

 

project number2826-00/2019
source of fundingOEZA
sector Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
tied0
modalityProject-type interventions
marker Environment: 2, Climate change adaptation: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Policy marker: are used to identify, assess and facilitate the monitoring of activities in support of policy objectives concerning gender equality, aid to environment, participatory development/good governance, trade development and reproductive, maternal, newborn and child health. Activities targeting the objectives of the Rio Conventions include the identification of biodiversity, climate change mitigation, climate change adaptation, and desertification.
    • 1= policy is a significant objective of the activity
    • 2= policy is the principal objective of the activity
  • Donor/ source of funding: The ADA is not only implementing projects and programmes of the Austrian Development Cooperation , but also projects funded from other sources and donors such as
    • AKF - Foreign Disaster Fund of the Austrian federal government
    • BMLFUW - Federal Ministry for Agriculture, Forestry, Environment and Water
    • EU - Funds of the European Commission
    • Others - various other donors are listed in ADA’s annual business report.
  • Type of Aid – Aid modalities: classifies transfers from the donor to the first recipient of funds such as budget support, core contributions and pooled programmes and funds to CSOs and multilateral organisations, project-type interventions, experts and other technical assistance, scholarships and student costs in donor countries, debt relief, administrative costs and other in-donor expenditures.
  • Purpose/ sector code: classifies the specific area of the recipient’s economic or social structure, funded by a bilateral contribution.
  • Tied/Untied: Untied aid is defined as loans and grants whose proceeds are fully and freely available to finance procurement from all OECD countries and substantially all developing countries. Transactions are considered tied unless the donor has, at the time of the aid offer, clearly specified a range of countries eligible for procurement which meets the tests for “untied” aid.