Reisen mit Respekt: Kommunikations- und Bildungsarbeit zur Nachhaltigen Tourismusentwicklung 2018-2019



Projektträger: NFI - Naturfreunde InternationaleLand: Austria Fördersumme: € 140.000,00Beginn: 01.01.2018Ende: 31.12.2019

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Projektziel ist, die Nachfrage, das Angebot und die Rahmenbedingungen im österreichischen Outgoing-Tourismus im Sinne der Agenda 2030 zu fördern. Das Programm trägt dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen in den Zielländern des österreichischen Outgoing-Tourismus zu verbessern und negative soziale und ökologische Auswirkungen des österreichischen Fernreisetourismus möglichst gering zu halten. Mit dem Programm wird die Kommunikations- und Bildungsarbeit zur Nachhaltigen Tourismusentwicklung weiterentwickelt fortgeführt.


Erwartete Ergebnisse


Zentrale Ergebnisse sind das gesteigerte Bewusstsein von Reisenden für ihre Verantwortung in Bezug auf die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihres persönlichen Reiseverhaltens sowie die Sensibilisierung und Befähigung der österreichischen Tourismuswirtschaft hinsichtlich Unternehmensverantwortung bzw. der bewussten Angebotsentwicklung und komplexen entwicklungspolitischen Auswirkungen des globalen Tourismus. Konkrete erwartete Ergebnisse sind u.a. zwei Kick-off-Veranstaltungen zu Unternehmensverantwortung im Rahmen der Ferienmesse Wien sowie Bildung und vertiefender Strategiedialog mit Unternehmen (Roundtable Menschenrechte im Tourismus, Leitfaden zu Human Rights Impact Assessments (HRIAs) und zur Erhebung menschenrechtlicher Risiken auf Destinationsebene, zwei Themendossiers für Unternehmensberatung) und weiters Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (60 Beiträge in eigenen Medien, 250 Beiträge in externen Medien, 160 Social Media-Postings, Fachbeiträge und 16 Presseaussendungen, projekteigene Tourismus-Website) inklusive FAIReisen-Kampagne und die Konzeption von Lehrmaterial und Trainings für Jugendliche und Lehrpersonal. Durch die Projektaktivitäten werden rund 3.500 Personen direkt, via das NFI-Netzwerk werden indirekt rund 60.000 Personen erreicht.


Zielgruppe


Die Aktivitäten von "Reisen mit Respekt" richten sich an die drei primären Zielgruppen Reisende, Tourismuswirtschaft und Politik. Der Schwerpunkt liegt bei österreichischen Outgoing-Reiseunternehmen, die touristische Dienstleistungen im Zusammenhang mit Entwicklungs- und Schwellenländern anbieten. Kooperationspartner finden sich vorranging im NFI-respect mitbegründeten Roundtable Menschenrechte im Tourismus sowie in der TourCert-GmbH, dem TEN Netzwerk als auch in den deutschsprachigen Partnerorganisationen akte (CH) und Tourism Watch (DE). Intensive Zusammenarbeit auf nationaler Ebene besteht mit dem Österreichischen Reiseverband, Travel Industry Club Austria und der Kinderschutzorganisation ECPAT Österreich. Die regionale Ausrichtung des Projekts ist österreichweit, mit Veranstaltungen vorrangig in Wien.


Maßnahmen


Die Maßnahmen umfassen vielseitige Informations- und Bildungsarbeit, Netzwerkaktivitäten und Anwaltschaft. Kooperationen mit MultiplikatorInnen (Tourismuswirtschaft, NGOs, Medien) werden fortgeführt und die (inter)nationale Netzwerkarbeit forciert. Spezifische Projekte (Erstellen von Publikationen und Bildungsmaterialien, Kampagne FAIReisen, Veranstaltungen, etc.) als auch fortlaufende Aktivitäten (Presse- und Medienarbeit, Web/Soziale Medien, regelmäßige Newsletter, etc.) sollen vorrangig den „Mainstream“ der österreichischen Reisewirtschaft und deren KundInnen (Reisende) ansprechen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen die Schwerpunktthemen Menschenrechte, Corporate Social Responsibility und Faires Reisen.


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von EUR 179.400,- mit EUR 140.000,- (78,04% der Gesamtkosten) bei einer Laufzeit von 24 Monaten gefördert.

Projektnummer2398-06/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied140000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.