Youth Voices for Peace



Projektträger: CARE Österreich, Verein für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre HilfeLand: Georgia Fördersumme: € 300.000,00Beginn: 01.01.2021Ende: 31.12.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist es, das friedliche Zusammenleben und die Gleichstellung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Gemeinden mit hohem Anteil an Binnenvertriebenen und Mitgliedern ethnischer Minderheiten sowie in Gebieten an den Demarkationslinien zu fördern. Die Kapazitäten junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren sollen gestärkt und aufgebaut werden, sich aktiv am öffentlichen Leben und an Entscheidungsprozessen in ihren Gemeinden zu beteiligen. Jugendliche und junge Erwachsene werden über die UN Sicherheitsratsresolution 2250 „Jugendliche, Frieden und Sicherheit“ und UN Sicherheitsratsresolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ informiert und dazu ermutigt, eine aktive Rolle hinsichtlich der Förderung von Frieden und Sicherheit in ihren Gemeinden einzunehmen. (Beitrag zu SDG 5 und 16, EU GAP II 17, 18, 19, 20)


Erwartete Ergebnisse


1. Jugendliche, junge Frauen und junge Männer gewinnen ein besseres Verständnis für Friedens- und Sicherheitsfragen, können ihre Anliegen besser formulieren und sich für deren Umsetzung einsetzen.

2. Gemeindemitglieder verstehen die Anliegen junger Menschen besser und unterstützen diese stärker.

3. Jugendliche sowie junge Frauen und junge Männer werden in Entscheidungsprozesse einbezogen und ihre Anliegen finden bei EntscheidungsträgerInnen Gehör.


Zielgruppe


Hauptzielgruppe des Projekts sind 450 weibliche und männliche Jugendliche und junge Frauen und Männer im Alter von 14 bis 29 Jahren in Gemeinden mit hohem Anteil an Binnenvertriebenen und/oder Mitgliedern ethnischer Minderheiten sowie Gemeinden an den Demarkationslinien. Neben Jugendlichen und jungen Erwachsenen zählen auch GemeindevertreterInnen zu den Zielgruppen; sie werden dazu motiviert als „FürsprecherInnen“ (champions) für die aktive Teilhabe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzutreten.

Indirekt sollen zirka 5.500 Begünstigte mit dem Projekt erreicht werden.


Maßnahmen


Junge Menschen werden ermutigt, sich gemeinschaftlich und organisiert für die Verbesserung ihrer Situation hinsichtlich Frieden und Sicherheit einzusetzen. Jugendliche und junge Erwachsene werden dazu ausgebildet, prioritäre Anliegen zu identifizieren, zu formulieren und an EntscheidungsträgerInnen heranzutragen. Kampagnen zur Verbreitung von Informationen und Bewusstseinsschaffung zu Themen wie Friedensentwicklung, Sicherheit, Partizipation und Gleichstellung werden veranstaltet und die anwaltschaftliche Arbeit junger Menschen und deren VertreterInnen wird unterstützt. Die Umsetzung von Gemeindeinitiativen durch junge Menschen wird durch finanzielle Zuschüsse ermöglicht. Gespräche zwischen der jungen Bevölkerung, EntscheidungsträgerInnen und GemeindedienstleisterInnen werden organisiert; regelmäßige Treffen schaffen Raum für Austausch sowohl zwischen den jungen ProjektteilnehmerInnen als auch mit anderen Akteuren und ermöglichen das Andenken gemeindeübergreifender bzw. nationaler Initiativen.


Hintergrundinformation


Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist die Situation in Georgien instabil. Konflikte und Unsicherheit prägen nach wie vor das Leben vieler Gemeinden, insbesondere jener an den Demarkationslinien zu den russisch besetzten Gebieten Südossetien und Abchasien. Frauen, Jugendliche, Binnenvertriebene, Mitglieder ethnische Minderheiten und Menschen mit Behinderung zählen zu den besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Die UN Sicherheitsratsratsresolutionen 1325 und 2250 erkennen die Bedeutung der aktiven Beteiligung von Frauen und Jugendlichen in der Friedensschaffung an; dies spiegelt sich auch im georgischen Nationalen Aktionsplan zu 1325 sowie in der nationalen Jugendpolitik wieder.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80 Prozent.

Projektnummer8108-09/2020
MittelherkunftOEZA
Sektor Frieden und Sicherheit
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Gender: 1, Democracy: 2
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.