Finger weg von meinen Rechten!



Projektträger: Die Schweigende Mehrheit. Verein für politisch-kulturelle InterventionenLand: Austria Fördersumme: € 20.000,00Beginn: 15.06.2022Ende: 30.06.2023

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Über Video und Social Media führen drei Gruppen von Kindern bzw. Jugendlichen in Österreich einen direkten Austausch mit Kindern bzw. Jugendlichen in Ländern des globalen Südens (Kenia, Senegal und Mexiko) zum Thema Kinderrechte. Ziele sind die direkte Kommunikation junger Leute aus sehr verschiedenen Weltgegenden über die globale Gültigkeit und die Umsetzung der Kinderrechte, das Entdecken der Lebenswirklichkeit der jeweils anderen Seite, Reflexion über Ursachen und Zusammenhänge globaler ökonomischer Ungleichheit, Entwicklung praktischer Lösungsansätze und utopischer Visionen. Empowerment von Mädchen und Gendergerechtigkeit sind wesentlicher Fokus aller Aktivitäten.


Erwartete Ergebnisse


30 zweistündige Onlineworkshops, in denen österreichische Jugendliche aus drei Schulen (Berufsschule, HAK) zusammen mit Jugendlichen in Kenia, Senegal und Mexiko in gemischten Online-Gruppen gemeinsam Konzepte für Kurzfilme zu Themen der Kinderrechte erarbeiten.

Daraus entstehen zwölf in transkontinentaler Zusammenarbeit von Jugendlichen erarbeitete Kurzfilme zu Themen der Kinderrechte, die als Ressource für entwicklungspolitische Bildungsarbeit als Youtube-Videos und als Dokumentarfilm zur Verfügung stehen.

Social media – Kampagne (Vimeo, Youtube, Facebook, Instagram, TikTok) im November-Dezember 2022 zur Verbreitung der fertigen Kurzfilme.

Projektpräsentationen in den 3 teilnehmenden Schulen und im Hochschulkontext (Akademie der Bildenden Kunst, Pädagogische Hochschule Oberösterreich in Linz, Pädagogische Hochschule Graz, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz u.a.).

Abschlusspräsentation in einem Kino (Movimiento Linz) mit digitaler Beteiligung der ProjektpartnerInnen.

Erreichte Personen: 50 mitwirkende Kinder und Jugendliche in Österreich (und 50 in den Partnerländern), 60 MultiplikatorInnen v.a. in der Bildungs- und Jugendarbeit, 15.000 Views online und 1.500 Personen, die die Filme in analogen Kontexten (Kino, Schulunterricht, Präsentationen) sehen werden.

 


Zielgruppe


Direkte Zielgruppen sind mitwirkende Kinder und Jugendliche (14 - 18 Jahre) in Österreich und in Ländern des globalen Südens, MultiplikatorInnen, die mit den erarbeiteten Materialien weiterarbeiten, sowie eine breitere interessierte Öffentlichkeit, die über Website, Online-Videos und Social Media angesprochen wird. Die teilnehmenden Jugendlichen werden über unterschiedliche österreichische Schulen (Berufsschule, HAK) sowie Bildungseinrichtungen bzw. Jugendorganisationen in den Partnerländern Kenia, Senegal und Mexiko erreicht.


Kooperationspartner im globalen Süden: Centre Yennenga (Dakar Senegal), Mukuru Promotion Centre New Likoni Road (Nairobi, Kenia), eine indigene Organisation des Congreso Nacional Indigena – des Nationalen Indigenen Kongresses in Mexiko.

Kooperationspartner in Österreich sind: Berufsschule 7 in Linz, HAK Eferding, HAK Traun, Pädagogische Hochschule Linz, Verein FC Gloria, Baobab – Globales Lernen, Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien, Dreikönigsaktion, Verein Kinoki, Verein #KlappeAuf, Südwind, NeSoVe- Netzwerk Soziale Verantwortung.

 


Maßnahmen


Die Aktivitäten umfassen:

Drei Kooperationen mit jeweils circa 16 Jugendlichen jeden Landes mit insgesamt 30 zweistündigen Onlineworkshops, in denen die österreichischen Jugendlichen zusammen mit den Jugendlichen im globalen Süden in gemischten Online-Gruppen gemeinsam Konzepte für Kurzfilme zu Themen der Kinderrechte erarbeiten. Unter Anleitung der FilmemacherInnen konzipieren, filmen und schneiden die Jugendlichen ihre Werke. Professionelle Betreuung und Postproduktion sorgen für transkontinental entstandene Kurzfilme auf hohem künstlerischen und technisch-filmischem Niveau.

Circa 15 Studierende der Pädagogischen Hochschule Linz, Institut für Berufspädagogik werden die drei Projektteile in Oberösterreich begleiten, dokumentieren und die Erfahrungen weitertragen.

Insgesamt werden 12 Kurzfilme hergestellt, die Ende 2022 in einer Kinovorführung mit digitaler Zuschaltung der ProjektpartnerInnen präsentiert und über Social Media verbreitet werden, daneben Projektwebsite, Youtube-Kanal, Social Media, MultiplikatorInnenarbeit, Pressearbeit.

Die entstandenen Materialien sollen von MultiplikatorInnen der Bildungs- und Jugendarbeit weiter genützt werden.

 


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von Euro 77.578,00 mit Euro 20.000 gefördert.

Projektnummer2397-12/2022
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied20000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.