Maßnahmen gegen sexuellen Mißbrauch



Projektträger: respect - Institut für integrativen Tourismus und EntwicklungLand: Kenya Fördersumme: € 38.000,00Beginn: 01.07.2003Ende: 31.12.2006

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Sexueller Missbrauch von Kindern im Tourismus ist in Kenia ein weit verbreitetes Phänomen, das das Land in dem Bereich eine "führende" Rolle innerhalb Afrikas einnehmen lässt. Bislang reagiert die kenianische Tourismusindustrie mit wenig Bereitschaft, das Problem zu thematisieren. Aus der Erfahrung von respect in anderen Ländern ist diese Ablehnung neben der allgemeinen Tabuisierung vor allem auf das Unwissen zurückzuführen, wie dem Phänomen begegnet werden kann, welche Möglichkeiten die Tourismuswirtschaft dabei hat.


Das Projekt stellt eine komplexen Ansatz dar, dem Problem "Sexueller Missbrauch von Kindern im Tourismus" und der damit verbundenen AIDS-Problematik etwas entgegenzusetzen. Daher wird bewusst gleichzeitig an den Seiten der Betroffenen, wie der Mittler (Tourismuswirtschaft) und der potentiellen Täter/Verbündete (Reisende) angesetzt.

Als Grundlage der weiteren Arbeit werden Trainings- und Informationsmaterialien erstellt, die die verschiedenen Zielgruppen ansprechen bzw. den Erfolg des Capacity Buildings und die weitere Bearbeitung des Themas nach Projektende gewährleisten sollen. Anhand dieser Materialien wird das Thema in Schulen diskutiert, ebenso wie in Workshops für die Tourismuswirtschaft.


Der Code of Conduct (CC) zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung ist ein Instrument der Tourismuswirtschaft, das von respect gemeinsam mit ECPAT-Organisationen (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking) in mehreren Ländern in den letzten Jahren entwickelt und umgesetzt hat. Das vorliegende Projekt sieht sowohl die Umsetzung des CC durch österreichische Reiseveranstalter, die in Kenia operieren, vor (Information der Kunden, Training für Reiseleiter, u.a.) wie auch die Unterzeichnung und Umsetzung des CC durch die kenianische Tourismuswirtschaft.

(Stichwort Kinder)

Projektnummer2319-00/2003
MittelherkunftOEZA
Sektor Bevölkerungspolititk/-programme und reproduktive Gesundheit
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.