Out of the shadow - Sensibilisierung für die Rolle von Frauen im Fischsektor



Projektträger: Umweltverband WWF Österreich (WORLD WIDE FUND FOR NATURE)Land: Austria Fördersumme: € 90.000,00Beginn: 01.07.2021Ende: 31.10.2022

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Projekts ist die Sensibilisierung der österreichischen Bevölkerung für nachhaltigen Fischkonsum und dessen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, vor allem auf die Entwicklungsländer. Durch die Zusammenarbeit mit relevanten Behörden in Österreich, soll die Nachverfolgbarkeit der Lieferketten von Fischprodukten verbessert sowie die Bekämpfung von illegaler Fischerei gestärkt werden. Ein besonderer Fokus dabei ist die Sichtbarmachung der Frauen im Fischerei- und Aquakultur Sektor. Die Miteinbeziehung von Firmenpartnern in Österreich soll zu neuen Produktentwicklungen führen, welche auch auf das Thema der Frauengleichstellung in den Handelsketten Bezug nehmen. Das Vorhaben baut auf den Ergebnissen eines internationalen Initiative (EU-Projekt) auf.


Erwartete Ergebnisse


- Ergebnis 1 (Zielgruppe BürgerInnen, KonsumentenInnen):

440.000 Österreichische BürgerInnen verstehen, dass ihr Fischkonsum Auswirkungen auf Menschen und auf unseren Planeten hat, sehen die Rolle der Frauen im Fischereisektor und agieren als aktive, nachhaltige KonsumentenInnen, um im Lichte der SDGs zu gesunden Ozeanen und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen in Entwicklungsländern beizutragen.


- Ergebnis 2 ( Zielgruppe Behörden):

Regelmäßiger Austausch und Wissenstransfer mit relevanten Behörden sowie eine gemeinsame Informationsveranstaltung bei den European Development Days 2022 EDDs) unterstützen die gemeinsame Arbeit zu den Themen Rückverfolgbarkeit, Hintanhaltung von illegaler, unregulierter und nicht gemeldeter Fischerei (IUU) SDGs und globale Interdependenzen.


- Ergebnis 3 (Zielgruppe Firmen):

1 Firmenpartner hat 1 nachhaltiges Fischprodukt mit Schwerpunkt auf Geschlechtergleichstellung entlang der Lieferkette neu entwickelt, ins Portfolio aufgenommen und in den verschiedenen Kanälen des Unternehmens (Verbrauchermagazin, soziale Medien, Pressemitteilung, Fachpresse u.a.) kommuniziert.

 


Zielgruppe


Die Zielgruppen sind strategisch so ausgewählt, dass es einerseits Sensibilisierung für Individuen geben wird (BürgerInnen/KonsumentenInnen) und andererseits jene Akteure unterstützt werden, welche den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmen des Fischhandels- und Konsums beeinflussen (Behörden, Firmen):

- österreichische BürgerInnen (KonsumentInnen und Jugendliche),

- relevante Behörden (Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) und

- Privatsektor (Handel).

Kooperationspartner:


Maßnahmen


1) Sensibilisierungskampagne mit Social-Media Aktivitäten, Artikel und Presse-aussendungen, Outdoor-Poster und digitale Banner, Kooperation mit relevanten Magazinen, sowie Verbreitung von bestehenden Videos zur Sichtbarmachung von Frauen. Eine Influencer Kampagne wird vor allem Jugendliche ansprechen und die Sichtbarmachung der Frauen im Fokus haben. (2) Lobbying, Vernetzung und Wissens-Transfer mit regelmäßigen Meetings mit relevanten Behörden, Erarbeitung einer Risikoanalyse über die Auswirkungen von COVID-19 auf den Seafood-Sektor und gemeinsamen Event bei den European Development Days 2022. (3) Unternehmenskooperationen mit Firmenpartnern und Vertretern der Seafood-Industrie, um mögliche neue Fischprodukte zu entwickeln. Recherche entlang der Lieferkette zwecks Optimierung der neuen Produkte im Sinne der Frauengleichstellung. Verschiedene Kommunikationsmaßnahmen zur Einführung der entwickelten Produkte (Sichtbarmachung der Frauen im Fischereisektor).


Hintergrundinformation


Das Projekt wird bei einem Gesamtprojektvolumen von € 100.000,- in der Höhe von € 90.000,- mit einer Laufzeit von 16 Monaten gefördert.

Projektnummer2398-05/2021
MittelherkunftOEZA
Sektor Keinem spezifischen Sektor zuordenbar
Tied90000
ModalitätDevelopment awareness
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.