Strategische Partnerschaft ÖRK 12/2018 - 11/2023, Water Sanitation Hygiene (WASH), Ostafrika



Projektträger: ÖRK - Österreichisches Rotes KreuzLand: South of Sahara, regional/multi-country Fördersumme: € 2.900.000,00Beginn: 01.12.2018Ende: 30.11.2023

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Ziel des Programms ist es, durch Innovationen, gestärkte Kapazitäten und Partnerschaften im Bereich WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene) zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Ostafrika (Äthiopien, Uganda, regional) beizutragen.


Erwartete Ergebnisse


ER1:

Die Innovations-Kapazitäten der Rotkreuz-Bewegung für effektivere und gendergerechte WASH-Interventionen wurden verbessert.

ER2:

Ein regionales und effizientes WASH-Netzwerk wurde gegründet und verfügt über die erforderlichen Kapazitäten, um Innovation, Wissensaustausch und Kooperation zwischen AkteurInnen innerhalb und außerhalb der Rotkreuz-Bewegung in Ost Afrika im WASH-Bereich sowie verwandten Themenbereichen zu fördern. Ca. 30 konkrete Mikroprojekte wurden in der Programmregion umgesetzt.

ER3:

Die Kapazität der Rotkreuz-Bewegung in Ostafrika und des ÖRK (Österreichisches Rotes Kreuz) in anwaltschaftlichen Tätigkeiten und der Kommunikation von Erkenntnissen im Wasser-Ernährungssicherheit-Energie Nexus wurde verbessert und ein gesellschaftspolitisches Umfeld, das effektivere und gendergerechte WASH-Aktivitäten ermöglicht, geschaffen.

ER4:

In den Bereichen gendergerechte Personalpolitik, Programmerstellung, Implementierung und Durchführungsüberwachung wurden organisatorische Verbesserungen durchgeführt, um effizientere WASH-Interventionen implementieren zu können.


Zielgruppe


Insgesamt werden ca. 14.000 Personen direkt erreicht:

• 2.050 Personen profitieren direkt von verbessertem Fachwissen und besserer Organisation (Rotkreuz-MitarbeiterInnen; MitarbeiterInnen wissenschaftlicher Institutionen in Äthiopien, Uganda und Österreich; RegierungsvertreterInnen und BeamtInnen in Äthiopien und Uganda; VertreterInnen internationaler Organisationen, der UN, staatlicher Finanzierungsstellen; MitarbeiterInnen privatwirtschaftlicher Kooperationen).

• Ca. 12.000 Menschen profitieren direkt von den ca. 30 Mikroprojekten (Themenbereiche: WASH, Gender, Ernährungssicherheit, Digitalisierung, Cash-Transfer-Projekte, Klimawandel und Engagement der Gemeinde).


Maßnahmen


Durchführung einer Inception Phase (u.a. Unterzeichnen von ‚Memoranda of Understanding‘; Durchführung einer Genderanalyse und einer Netzwerkanalyse; Entwickeln eines ‚Monitoring & Evaluation Framework‘; Baseline Study; Ausarbeitung von Richtlinien für die Vergabe von Geldern für die Durchführung der Mikroprojekte);

Bewertung der Mikroprojektanträge;

Stärkung der lokalen äthiopischen und ugandischen RC-Partnerorganisationen im Bereich Ressourcenmobilisierung / Fundraising (Lobbyingaktivitäten, Übermittlung von Anträgen an potenzielle Geber…);

Einrichtung eines regionalen WASH-Netzwerk-Sekretariats;

Einrichtung einer Wissens- und Kommunikationsplattform;

Umsetzung, Dokumentation und Verbreitung der lokalen und regionalen Mikroprojekte;

Erfahrungsaustausch und Scale-up von Innovationen (‚Study Visits‘, Trainings, Webinars, ‚Lessons Learned Workshops‘ ausgehend von den Mikroprojekten etc.), unter besonderer Berücksichtigung von Gender & Diversity, Umwelt- und Sozialstandards;

Ausarbeitung von anwaltschaftlichem Material (‚policy briefs, learnings from failure, recommendation papers, radio broadcasts, podcasts’ etc.);

Trainings im Medienbereich;

Präsentation von evidenzbasierten Erkenntnissen bei relevanten (Gipfel-)Konferenzen, in Foren u.ä. für ein Publikum außerhalb des RC-WASH Netzwerks, um einen systematischen Stakeholder-Dialog zu schaffen;

Bewusstseinsbildungskampagnen;

Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für Rotkreuz-MitarbeiterInnen und Freiwillige zu den Themen Gender & Diversity, Umwelt- und Sozialstandards;

Gründung eines Gender & Diversity-Beratungskomitees zur Begleitung der Programm-Maßnahmen und der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung der Mikroprojekte;

Erstellung eines Aktionsplans zur kontinuierlichen Fortführung des Dialogs und Gewährleistung von Gendergerechtigkeit innerhalb und außerhalb des RC-WASH Netzwerks in Ostafrika.


Hintergrundinformation


Das Rote Kreuz leistet – neben anderen nichtstaatlichen Organisationen - entsprechend dem organisationseigenen strategischen Ziel „Leben retten und Lebensgrundlagen sichern“ wichtige Beiträge zur Armutsminderung, Friedenssicherung und dem Umweltschutz. Alte und neue Herausforderungen in der Region Ostafrika (plötzlich oder langsam einsetzende Katastrophen, langfristige Probleme z.B. beim Management von Wassersystemen, Langzeitkrisen, Aufnahme von Flüchtlingen etc.) erfordern eine Anpassung zu nachhaltigeren und ganzheitlichen Ansätzen, auch im Sektor Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) sowie den interdependenten Bereichen Ernährungssicherung, Gesundheit und grüne Energie.


Der OEZA-Kofinanzierungsanteil beträgt 80 Prozent.

Projektnummer1980-02/2018
MittelherkunftOEZA
Sektor Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen
Tied0
ModalitätProject-type interventions
Marker Environment: 1, Gender: 1, Poverty: 1
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.