UN-Konvention - Schattenbericht als Chance für Menschen mit Behinderung in Bosnien und Herzegowina



Projektträger: LICHT FÜR DIE WELT - Christoffel EntwicklungszusammenarbeitLand: Bosnia and Herzegovina Fördersumme: € 100.000,00Beginn: 01.06.2012Ende: 31.05.2014

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Das Projekt ‚UN-Konvention - Schattenbericht als Chance für Menschen mit Behinderung in Bosnien und Herzegowina‘ zielt darauf ab, unter zentraler Einbindung von Menschen mit Behinderungen (MmB) die Zivilgesellschaft zu stärken. Ein umfassender Bericht über die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von MmB soll ein klares Bild der Situation der Rechte von MmB in Bosnien und Herzegowina liefern.

Die UN-Konvention über die Rechte von MmB ist ein internationaler Vertrag, in dem sich die Unterzeichnerstaaten verpflichten, die Menschenrechte von MmB zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Bosnien und Herzegowina hat die Konvention 2010 ratifiziert und sich damit verpflichtet, die in der Konvention festgelegten Standards durch Gesetze umzusetzen und zu gewährleisten. Die Realität im Land zeigt, dass trotz positiver Gesetzgebung das Recht auf Inklusion in der Praxis unzureichend angewendet wird.

Die maßgeblichen AkteurInnen des Projekts sind Menschen mit Behinderungen und deren Organisationen. Sie sind aktiv und federführend in sämtliche Monitoring-, Reporting- und anwaltschaftlichen Aktivitäten eingebunden.

VertreterInnen von fünf Koalitionen von Organisationen von MmB werden befähigt, Daten über die Situation von MmB zu sammeln, zu analysieren und in einem umfassenden Schattenbericht zusammenzufassen. Das geschieht unter Einbindung von und in engem Austausch mit zentralen AkteurInnen auf nationaler Ebene; ebenso wird aber auch auf die Vernetzung mit AkteurInnen und Netzwerken in der regionalen Umgebung gesetzt, die bereits Erfahrungen im Bereich Monitoring der Rechte von MmB gemacht haben, um voneinander zu lernen und Synergien zu nutzen.

Zusätzlich wird der Schattenbericht von Organisationen von MmB und der Zivilgesellschaft als zentrales Instrument eingesetzt, um sich auf nationaler und internationaler Ebene auf Basis von konkreten Daten und Fakten für die Rechte von MmB stark zu machen und durch konkrete Maßnahmen langfristig Verbesserungen zu erzielen.

Projektnummer8108-04/2012
MittelherkunftOEZA
Sektor Staatsführung & Zivilgesellschaft, allgemein
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.