Vereine von Bauern und Bäuerinnen fördern ländliche Entwicklung



Projektträger: Volkshilfe SolidaritätLand: Kosovo Fördersumme: € 73.000,00Beginn: 01.07.2009Ende: 31.12.2011

Kurzbeschreibung:

Projektziel


Seit dem Kriegsende hat sich die landwirtschaftliche Produktion in Kosovo nur auf einem sehr niedrigen Niveau verbessert. 37% der Bevölkerung leben in Armut, rund die Hälfte der KosovarInnen sind erwerbslos, auf dem Land ca. 80%. Viele Familien versuchen deshalb ihr Einkommen in der Landwirtschaft zu sichern. Nach dem Zusammenbruch der Kolchosen fehlen starke Organisationen, die sich um die Weiterentwicklung der Landwirtschaft und ihrer Infrastruktur kümmern. Die vielen Bauernfamilien sind isoliert. Ihre Mitsprache und Mitbestimmung ist begrenzt und es fehlen Möglichkeiten die prekäre Einkommenslage zu verbessern.


Ziel ist die Verbesserung der ländlichen Lebensbedingungen im Westkosovo ("Dukagjini") durch Reduktion der Armut, Förderung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Regionalentwicklung, Stärkung der Zivilgesellschaft.

Das Projekt spricht mit dem Projekt 50 aktive Bauernvereine an. Sie repräsentieren insgesamt 5'000 ländliche Haushalte im Westkosovo, das sind rund 45'000 Personen. Auf eine Partizipation der jungen Generation, der Frauen und der regionalen Minderheiten, z.B. in den Entscheidungsprozessen, bei den eingereichten Projekten, bei der Weiterbildung u.a.m., wird entsprechend Wert gelegt und geachtet.

Konzeption und Durchführung von zwei Wettbewerben (2009 und 2011) für innovative Projekte der ländlichen Entwicklung. Die Wettbewerbe werden in zwei Stufen durchgeführt: Die erste Stufe selektioniert die zehn besten Projektideen. Die zehn Vereine werden dann in einem intensiven Coaching, welches zahlreiche Weiterbildungsmodule umfasst, auf die zweite Stufe vorbereitet, welche die besten Businesspläne prämiert. Im Folgejahr des Wettbewerbs werden die Gewinner bei der Umsetzung ihres Businessplans begleitet.

Projektnummer8108-06/2009
MittelherkunftOEZA
Sektor Landwirtschaft
Tied
Modalität
Marker
  • Marker: kennzeichnet und bewertet die entwicklungspolitische Zielsetzung eines Projektes auf Gendergleichstellung, Reproduktive Gesundheit, Umweltschutz, Demokratieförderung, Armutsorientierung, Entwicklung des Handels sowie auf die Erfüllung der Klima- Biodiversitäts- und Wüstenkonventionen.
    • 1= das entwicklungspolitische Ziel ist in das Projekt integriert
    • 2= das entwicklungspolitsche Ziel ist der spezifische Inhalt des Projekts
  • Mittelherkunft: Die ADA setzt in Projekten und Programmen Mittel der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) sowie anderer Finanzierungsquellen um.
    • AKF - Auslandskatastrophenfonds der Österreichischen Bundesregierung
    • BMLFUW - Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
    • EU - Mittel der Europäischen Kommission
    • Andere Geber - Diverse Finanzquellen, die dem jährlichen Geschäftsbericht der ADA im Detail zu entnehmen sind.
  • Modalität: definiert die Art der Hilfe (z.B: Sektorbudgethilfe, Kernbeiträge an multilaterale Institutionen, Projekthilfe, Technische Assistenz (personelle Hilfe), Bildungsarbeit im Inland, etc.)
  • Sektor: bezeichnet den wirtschaftlichen oder sozialen Sektor des Partnerlandes, welcher mit dem Projekt/Programm unterstützt wird.
  • Tied/Untied: Ungebundene (untied) Hilfe ermöglicht dem Projektpartner im Entwicklungsland - unter Befolgung der lokalen Beschaffungsregeln - freie Entscheidung über die Herkunftsländer im Zuge der Beschaffung von Dienstleistungen und Waren. Gebundene (tied) Hilfe verknüpft die Hilfsleistung auf die Beschaffung aus dem Geberland oder aus einem eingeschränkten Kreis von Ländern.